Toggle menu

Metal Hammer

Search

„Keine Propaganda-Musik“ – TSJUDER im Interview

von
teilen
mailen
teilen

Nun spielt ihr aber demnächst zum Beispiel auf dem 70.000 Tons Of Metal Kreuzfahrt-Schiff. Ist das dann der richtige Ort für dich beziehungsweise für eine Black Metal-Band wie Tsjuder?

„Es ist definitiv nicht der richtige Ort für eine Black Metal Band. Diese Cruise hat wirklich überhaupt nichts mit Black Metal gleich. Wir haben innerhalb der Band darüber geredet, ob wir dort spielen sollten oder nicht – und haben uns dafür entschieden. Es ist überhaupt nicht unser Ding, nicht unsere Arena, kein Ort an den wir normalerweise gehen würden. Aber: Wir haben die Möglichkeit zu einem hübschen, glücklichen, warmen Platz zu fahren und diesen ein Stück weit zu verdunkeln und zu zerstören. Wir können hingehen wo wir wollen und Dunkelheit verbreiten. Es ist nicht so, dass wir überall spielen.“

Habt ihr denn schon mal darüber nachgedacht ausführlicher zu touren? Ihr spielt ja eher vereinzelte Gigs.

„Ich denke, es ist für unser besser etwas exklusiv zu bleiben. Wir können eh nicht über Jahre hinweg von der Musik leben. Das ginge bei uns vielleicht mal für ein Jahr, aber dann nicht mehr. Von daher spielen wir lieber etwas weniger Konzerte und machen dann aber etwas Besonderes, was Leute eben nicht schon einhundert Mal vorher gesehen haben.“

Wo wir grad beim Besonderen sind. Ihr habt ein paar Proberaum-Aufnahmen auf die Bonus-CD von ANTILIV gepackt. Außerdem habt ihr Cover-Versionen von Mayhems ‘Deathcrush’ und ‘Unholy Pagan Fire’ von Beherit aufgenommen. Warum diese Songs?

„‘Deathcrush’ haben wir schon ein paar Mal live gespielt und im Proberaum, um uns aufzuwärmen. Also warum nicht mal aufnehmen? Und Beherit mochten wir schon immer sehr.“

Warum gerade dieser Song von Beherit?

„Das ist schwer zu beantworten. Es gibt so viele gute Beherit-Songs. Wir spielten zum Beispiel ‘The Gate of Nanna’ schon viele Male live. ‘The Gate of Nanna’ und ‘Unholy Pagan Fire’ sind wahrscheinlich die besten Songs von Beherit. Aber auch der Rest von DRAWING DOWN THE MOON ist großartig. Es ist auf jeden Fall eines unserer persönlichen Top-Alben.“

Keine METAL HAMMER-Ausgabe verpassen und dabei sparen: 3 Hefte zum Sonderpreis im Spezial-Abo für nur 9,95 € – dieses und weitere attraktive Abo-Angebote jetzt sichern unter metal-hammer.de/abo!


teilen
mailen
teilen
Soundgarden: Die Grunge-Band hörte in den Neunzigern Metal

Metal und Grunge waren sich lange Zeit bekanntermaßen spinnefeind. Doch wie Soundgarden-Gitarrist Kim Thayil in einem Interview mit ‘Turn Out A Punk’ erklärte, konnte er bereits damals Bands wie Metallica, Exodus oder Metal Church viel abgewinnen. Dabei seien beide Genres stilistisch gar nicht so weit voneinander entfernt, wie der Musiker ausführt. Kein Konkurrenzdenken „Wir mochten Metallica [...]. Die Thrash-Szene – sie hatten sich sehr stark mit der Punk-Szene vermischt – war unabhängig und nicht so radiotauglich, MTV-orientiert oder Pop-lastig“, sagte Thayil. „Wir hörten schon Metal Church. Und ich kannte Trouble und Exodus, deren Platten hatten wir also. Tatsächlich war es…
Weiterlesen
Zur Startseite