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Soundgarden: Die Grunge-Band hörte in den Neunzigern Metal

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Metal und Grunge waren sich lange Zeit bekanntermaßen spinnefeind. Doch wie Soundgarden-Gitarrist Kim Thayil in einem Interview mit ‘Turn Out A Punk’ erklärte, konnte er bereits damals Bands wie Metallica, Exodus oder Metal Church viel abgewinnen. Dabei seien beide Genres stilistisch gar nicht so weit voneinander entfernt, wie der Musiker ausführt.

Kein Konkurrenzdenken

„Wir mochten Metallica […]. Die Thrash-Szene – sie hatten sich sehr stark mit der Punk-Szene vermischt – war unabhängig und nicht so radiotauglich, MTV-orientiert oder Pop-lastig“, sagte Thayil. „Wir hörten schon Metal Church. Und ich kannte Trouble und Exodus, deren Platten hatten wir also. Tatsächlich war es Mark Arm von Mudhoney […], der mich darauf aufmerksam machte… Er brachte KILL ’EM ALL (1983 – Anm.d.A.) und BONDED BY BLOOD (1985 – Anm.d.A.) und ich erinnere mich, wie er sagte: ‚Hör mal, wie schnell das ist.‘“

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Dieser Aspekt des Metal war also völlig in Ordnung. Auf der einen Seite gibt es Bands wie Trouble, die eindeutig zur Metal-Szene gehören, und auf der anderen Seite Bands wie Saint Vitus, die aus der Punk Rock-/Indie-Szene kommen. Beide sind eher Doom-orientiert. Und dieses Element findet sich auch in dem wieder, was wir machen. Wir haben definitiv Stoner Rock– und -Doom-Einflüsse in dieser Szene. Wir haben viele verschiedene Sachen gemacht.“

Der Soundgarden-Musiker urteilte: „MTV, Radio, dieser Pop-Metal mit seinem Glam-Look – so ließ er sich gut vermarkten. Aber die Musik war im Grunde Pop mit Van Halen-Gitarrensoli und verzerrten Gitarren. Wenn man die verzerrten Gitarren und das virtuose Tapping wegnimmt, bleiben im Grunde nur noch Pop-Songs übrig. Pop-Songs über […] Autos und Stripperinnen. Nicht, dass daran etwas Schlimmes wäre – ich bin mir sicher, es gibt coole Sachen über Autos und Stripperinnen –, aber die menschliche Erfahrung ist einfach vielfältiger und tiefgründiger.“


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