Leider geil? Youtube-Video nach Fan-Protest wieder online

von
teilen
twittern
mailen
teilen

„Dieses Video ist in Deutschland leider nicht verfügbar, da es möglicherweise Musik enthält, für die die erforderlichen Musikrechte von der GEMA nicht eingeräumt wurden.“

Jeder kennt diesen Satz, jeder hat sich schon darüber geärgert: Weil sich Youtube und die Verwertungsgesellschaft GEMA nicht einigen können, macht Musik hören auf dem Videoportal nur noch bedingt Spaß. Doch der Protest wächst. Allerdings nicht in der Metal-Szene.

Die HipHopper Deichkind haben die Problematik schon in ihrem Song ‘Illegale Fans’ thematisiert (siehe Video unten). „Copyrights sind was für Loser“ und „Die Dixi-Klos vom Hurricane schenken wir Lars Ulrich“, heißt es dort überspitzt. Doch auch im „real life“ setzen sich Deichkind zur Wehr.

Ihr neuestes Video ‘Leider geil’ wurde nach kurzer Zeit auf Youtube gesperrt. Deichkind machten ihrem Ärger Luft:

„Sooo, ‚leider geil’ ist jetzt auch gesperrt. Ob Plattenfirma, Youtube oder Gema, egal wer dafür verantwortlich ist. Wir wollen, dass unsere Videos zu sehen sind. Regelt euren Scheiß jetzt endlich mal und macht eure Hausaufgaben. Ihr seid Evolutionsbremsen und nervt uns alle gewaltig.“

Damit sprachen sie ihren (illegalen) Fans aus der Seele, die ihren Post kommentierten, teilten und Druck ausübten. Mit Erfolg.

‘Leider geil’ ist wieder online. ‘The Beautiful People’ von Marilyn Manson, ‘Built To Fall’ von Trivium oder ‘World Scum’ von Soulfly nicht. Doch wo sind die Proteste? Web-Metaller, vereint euch. Was HipHop kann, kann Metal doch schon lange!

Youtube Placeholder
An dieser Stelle findest du Inhalte aus Youtube
Um mit Inhalten aus Sozialen Netzwerken zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir deine Zustimmung.

Bestens informiert über dieses und alle weiteren wichtigen Themen im Metal bleibt ihr außerdem mit unserem Newsletter. Einmal pro Woche flattert euch übersichtlich sortiert ein Update ins Postfach. Einfach anmelden + damit euch auch sicher nichts entgeht.

teilen
twittern
mailen
teilen
Rotting Christ: Monumental

Das komplette Interview mit Rotting Christ findet ihr in der METAL HAMMER-Juniausgabe 2024, erhältlich am Kiosk oder indem ihr das Heft bequem nach Hause bestellt. Noch einfacher und günstiger geht’s im Abo! Brückenbauer Rotting Christ haben sich bewusst dazu entschieden, ihre frühere Wut ziehen zu lassen und mit hypnotischer Musik sowie der Verwendung unterschiedlicher Sprachen Frieden zu stiften. Ob man sie deshalb als europäische Brückenbauer oder gar Botschafter der (in Griechenland entstandenen) demokratischen Vielfalt ansehen will, bleibt jedem selbst überlassen. Obgleich die 1984 als Black Church aus dem Boden gestampfte Formation als Aushängeschild der griechischen Metal-Szene gilt, begreift sich der vielgereiste…
Weiterlesen
Zur Startseite