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Satire

Maximum Vorschau: Die Zukunft des Metal-Festivals

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Das klassische Festival mit Dreck, Regen, Gewittersturm, tropischer Hitze und Musik unter freiem Himmel scheint ein Auslaufmodell zu sein. Nach dem Sommerurlaub in Slowenien kamen die Kreuzfahrten, die überdachten rundum-sorglos-Ferienpark-Aufenthalte, der Skiurlaub und jetzt auch noch die Weihnachtsmärkte Winter-Wunderländer. Das klingt dramatisch, bietet aber Raum für eine faszinierende Variation des typischen Festival-Feelings (Saufen, Regen, Kater, Mucke). Wir haben einen Blick in die Glaskugel gewagt und präsentieren euch die Festivals der Zukunft.

Strand

Seaside Metal Fest

Wenn man auf einem Schiff feiern kann, dann ist ja wohl der Strand fast schon zu einfach: Sonne, strahlend weißer Sand, Beachvolleyball, Cocktails und knackige Kuttenträger in knappem Badezwirn passen aber auch einfach perfekt zu brutalen Abrissshows von Acts wie Mayhem, Emperor oder Marduk auf einer Ponton-Bühne – umrahmt von Blumenkettenträgerinnen, einem malerischen Sonnenuntergang bei lauen 25°C  und einer launigen Abkühlung im türkis-klaren Nass. Oder etwa nicht?

 Here lies the pit head above the deep shaft.

The Underground

Metal im Bergwerksstollen? Warum eigentlich nicht! In ausgedienten Ruhrgebiets-Zechen findet sich hunderte Meter unter der Erdoberfläche ein grandioses Habitat für untergründiges aller Art – und wo ein Radlader durchpasst, da findet auch die Bühne Platz. Da so ein Metal-Konzert zudem zwar laut, aber auch nicht viel druckvoller als eine Sprengung sein kann, dürfte auch die Statik funktionieren. Gut, das Zelten auf dem harten Steinboden könnte natürlich ungemütlich werden, dafür bietet sich aber einmalige „Underground“-Atmosphäre für die ganz harte Death Metal-Fraktion.

Antonov AN-225
Antonov AN-225 – das perfekte Festival-Flugzeug

Metal Flight 667

Wenn Metal-Shows auf einem Schiff funktionieren dann funktionieren sie auch in der Luft! Einfach ein Militärflugzeug nehmen (z.B. eine Antonov AN-225), ne Bühne reinspaxen und, zackfertig, ein Festival in der Luft. Sicher, die Bühnenshow wird aus Gründen der Flugsicherheit vermutlich ohne Pyros auskommen müssen, aber spätestens beim ersten Luftloch kommt die Moshpit erst so richtig auf Touren. Wenn man sich dann noch eine ordentliche Strecke aussucht (z.B. Berlin <-> Los Angeles), bleibt auch genug Zeit für ein halbes Dutzend Top-Acts. Allen voran Iron Maiden – immerhin kennen die sich mit dem Fliegen aus.

Reenactment
Reenactment-Darsteller

Full Metal Battlefield

Re-Enactment und Metal, das passt zusammen wie die Faust aufs Auge. Einfach ein paar tausend Schlachtenbegeisterte auf einer grünen Wiese gegenüberstellen und die wichtigsten Kriegsszenarien der letzten 1000 Jahre nachstellen, während gleichzeitig die Bands vom Kommandostand aus den Soundtrack liefern. Es gibt Devotionalien für alle, Posieren vor dem Sabaton-Panzer und Workshops zum Thema „wie lade ich eine Muskete richtig“. Welche Bands auf der Bühne stehen? Von Sabaton und Civil War bis Grave Digger und Bodyfarm sind die Möglichkeiten vielfältig!

Atlantis (Symbolbild)
Atlantis (Symbolbild)

Atlantis Metal Meeting

Wie, ihr glaubt Atlantis sei nur ein Mythos? Weit gefehlt! Nach umfassender Planung wird es im Jahr 2046 nämlich ein Festival auf dem Meeresgrund geben, nachdem eine Plastikkuppel in Wacken-Größe versenkt und leergepumpt wurde. Die Anreise per U-Boot ist zwar umständlich, dafür lockt aber einmalige Unterwasseratmosphäre und beruhigendes Gluckern beim Einschlafen unter dem Meer. Wir sind uns sicher: diese Veranstaltung wird ein Hit! Welche Bands spielen? In 30 Jahren? Also bitte, alles wissen wir jetzt auch nicht!

Zug

Maximum Metal Train

Ein Festival im Zug hat ungeahnte Vorteile: Sicher, in einen handelsüblichen ICE bekommt man nicht genug Technik, aber wozu gibt es sonst die geräumigen Stückgutwaggons? Zwar werden das sicher nicht die größten Shows aller Zeiten, dafür hat man aber auch 30 Bühnen zur Auswahl, die problemlos gleichzeitig bespielt werden können. Und wer das filmische Meisterwerk Snowpiercer kennt, der weiß: in so einem Zug kann man es eine ganze Weile aushalten. Zudem wird man nachts durch das sanfte Rumpeln der Achsen sanft in den Schlaf gewiegt. Einziges Problem: Die Abfahrt verzögert sich wegen einer Weichenstörung um 90 Minuten!

Dschungel

Survival Of The Metal

Ein Survivalcamp – und gleichzeitig ein Metal-Festival? Natürlich funktioniert das! Einfach 30.000 Irre Fans in den Dschungel stecken, fünf Bühnen in Tagesmarsch-Entfernung voneinander aufstellen, jedem eine Karte und einen Kompass in die Hand drücken und los geht’s. Intensive, naturnahe Begegnungen mit der heimischen Flora und Fauna sind da ebenso vorprogrammiert wie Nervenzusammenbrüche, kalte Nächte im Monsun und neue Ernährungsweisen (Käfer, Affen, Mitmetaller). Aber was ist Metal, wenn nicht Survival of the Fittest – natürlich alles unter Anleitung von knallharten Überlebenskünstlern, die für die richtige Ansprache von Tigern und die perfekte Körperhaltung beim Lianenschwung sorgen.

Nordpol

Darkness over Northpole

Das Extrem der Extreme: Eisbären, klirrende Kälte, ewige Nacht – dafür aber unvergessliche Konzerte in der ewigen Eiswüste unter dem Polarlicht. Wer hier seinen Polar-Schlafsack, die Thermo-Unterwäsche und das Überlebenszelt beim Besteigen des Eisbrechers liegen gelassen hat, der kann gleich wieder umkehren: Das hier ist wirklich eine Veranstaltung, ausschließlich für frostgebissene Söhne der nördlichen Finsternis. Dank reichlicher Ölvorkommen kann wenigstens der Strom direkt vor Ort produziert werden – dringend nötig, da auf der klirrend kalten Bühne den Musikern ständig die Instrumente an den Händen festfrieren. Das Rahmenprogramm? Robben-Kloppen mit Cannibal Corpse, Walfang mit Ahab und das Bestaunen der Einsamkeit mit Enslaved.

Gualter Fatia Getty Images
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HEIKO JUNGE AFP/Getty Images
RADEK MICA AFP/Getty Images
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Spotify: Einblick in die Streaming-Zahlen einiger Metal-Bands

Habt ihr kürzlich auch von diversen Bekannten deren Hörgewohnheiten unter die Nase gerieben bekommen? Grund dafür ist "Spotify Wrapped", was jedes Jahr mit Statistiken um sich wirft, die uns Hörern einerseits zu verraten, welche Bands wir am liebsten im vergangenen Jahr gehört haben. Andererseits bietet Spotify auch den Bands ein paar Zahlen in Sachen Streams an, die diese wiederum veröffentlichen können. Die Website The PRP hat sich die Mühe gemacht und einige Musiker, die ihre Zahlen in den sozialen Medien geteilt haben übersichtlich gelistet. Klar ist darin nicht jede wichtige Metal-Band zu finden, da viele ihre Ergebnisse eben auch nicht…
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