Viele Bands überlegen es sich aktuell zwei mal, ob sie in den USA auf Tournee gehen wollen, da die politische Lage vor Ort dank Donald Trump heikel ist. Michael Monroe (Hanoi Rocks) will sich davon nicht einschüchtern lassen. Er ist der Meinung, Politik und Rock hätten miteinander nichts zu tun.
Teil der Kultur
Im Interview mit The Logan Show erklärt er, er würde gerne mehr in den USA spielen. Er sagt: „Als wir vor über einem Jahr im Frühling mal dort spielten, war es fantastisch. Wir bekamen großartige Reaktionen. Und der Rock’n’Roll ist dort fest verankert. Er ist ein starker Teil der Kultur in den Staaten.“
Er geht darauf ein, dass Rock’n’Roll in den USA erfunden wurde und huldigt Little Richard und Chuck Berry als Schlüsselfiguren. Im Gegensatz zu den USA sei der Rock in Finnland nie ernst genommen worden. Er meint: „Wenn man in den USA spielt, merkt man, dass sie Gitarren-Rock lieben. Besonders mit zwei Gitarren, deswegen wollen wir dort definitiv mehr spielen.“
Das gelobte Land
Er führt weiter aus: „Manche Leute sagen, dass sie nicht mehr in die USA wollen, um dort zu spielen, wegen Trump. Scheiß drauf. Politik und Rock haben miteinander nichts zu tun. Wen interessiert das? Das ist viel eher ein Grund, dort überhaupt zu spielen. Das Publikum kann nichts dafür, dass ihr Präsident das ist, was er ist.
Wenn man deswegen nicht nach Amerika geht, gibt man auf und tut genau das, was sie wollen – sich dem Feind anschließen. Es gibt dort ein großartiges Publikum. Ich liebe amerikanische Menschen. Sie sind fantastisch und ich liebe es, dort zu spielen. Ich möchte so oft, wie ich kann, dorthin“, meint der Musiker.
Konkrete Pläne hat Monroe trotzdem nicht, wie er gesteht: „Wir haben zum jetzigen Zeitpunkt keine Tournee gebucht, aber wir arbeiten daran. Rich Jones (Gitarrist – Anm.d.Red.) und ich haben noch für zwei Jahre eine Arbeitserlaubnis dort. Die müssen wir ausnutzen. Wir arbeiten daran, etwas in den USA zu veranstalten. Hoffentlich bald mit diesem Album. Wir geben unser Bestes und kommen so bald wie möglich wieder in das gelobte Land des Rock’n’Roll.“
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