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Mike Patton ertränkte seine Depression in Alkohol

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Faith No More-Sänger Mike Patton hat erneut über seine Depression geredet, die ihn während der Coronapandemie und des Lockdowns befallen hat. In einem Interview mit der britischen Zeitung „The Guardian“ sagte der Musiker: „Meine initiale Reaktion auf die Pandemie war: ‚Ich liebe es!‘ Es hat mir erlaubt, ein asozialer Mistkerl zu sein. Circa drei Monate fand ich es geil. Dann hat sich etwas verändert — jedoch nicht zum Besseren.“

Für immer die Menschen

Laut eigener Aussage wurde Mike Patton depressiv. Bei ihm wurde sogar Agoraphobie festgestellt — die Angst vor öffentlichen Plätzen und Menschenmengen. Darüber hinaus fing der 54-Jährige an zu saufen. „Ich war so sehr isoliert, weil es schwierig war, rauszugehen. Und das ist eine schreckliche Sache. Die Vorstellung, weitere Konzerte mit Faith No More zu spielen, war stressig. Es hat mich geistig beeinträchtigt. Ich weiß nicht, warum, aber das Trinken ist einfach geschehen.“ Inzwischen ist Mike wieder trocken, ihm geht es „ziemlich gut“. So freue sich Patton darauf, wieder aufzutreten, sei jedoch auch aufgeregt, weil er live abliefern will.

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In einem vorherigen Interview mit dem US-„Rolling Stone“ erzählte Mike Patton bereits von seiner Agoraphobie-Diagnose. „Ich war bei einigen Therapeuten und das war das erste Mal, dass ich das in meinem Leben machen musste. Sie diagnostizierten bei mir im Grunde genommen Agoraphobie, das heißt, ich hatte Angst vor Menschen. Ich bin ausgeflippt, wenn ich unter Menschen war. Vielleicht lag es auch daran, dass ich während der COVID-Phase zwei Jahre lang nur zu Hause war. Ich weiß es nicht. Vielleicht hat es die Gefühle verstärkt, die ich bereits hatte. Aber allein das Wissen darüber, das Reden darüber, hat wirklich geholfen.

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Lothar Gerber schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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