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Motörhead-Review: OVERKILL (1979)

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Welch ein Unterschied – was für ein Sound! Mit dem Griff ins oberste Produzentenregal (Jimmy Miller hatte bereits mit The Rolling Stones gearbeitet) trafen Motörhead genau die richtige Wahl. Er verpasste dem Trio exakt die klanglichen Pferdestärken, die auf dem Debüt noch gefehlt hatten. Zudem hatte man diesmal nicht nur zwei, sondern gleich 14 Tage Zeit, um das Album auszuarbeiten. Und das lohnte sich. OVERKILL malte schon in den ersten Klängen des Openers ‘Overkill’ (auch die erste Single) ein sehr präzises Bild davon, was Motörhead einmal werden wollten/sollten. Eine alles zermalmende Maschine, die zwischen Doublebass-Attacken und laut schreienden Metal-Gitarren einen Sänger in ihren Reihen hat, der das Mikro mehr frisst als besingt.

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Dennoch finden sich mit der luftigen, Thin Lizzy-artigen Nummer ‘Stay Clean’, den bluesigen Ausflügen ‘(I Won’t) Pay Your Price’ und ‘Metropolis’ sowie dem psychedelischen ‘Capricorn’ noch ausreichend gelungene Variationen im Programm. Bezüglich der Dynamik und stilistischen Wendungen ist OVERKILL mit Sicherheit eines der Highlights in der Karriere von Motörhead – und verschaffte dem Trio zu Recht den kommerziellen Erfolg, um den die Musiker zuvor jahrelang vergeblich gekämpft hatten. An der Qualität dieser Scheibe ändern auch über 40 Jahre Alter nichts: ‘Overkill’ und ‘Damage Case’ gehören bis heute zum guten Ton eines Motörhead-Konzerts.

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