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Phil Campbell: Die Musikwelt nimmt Abschied

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Wieder erschüttert eine Todesnachricht die Musikwelt. Der einstige Motörhead-Gitarrist Phil Campbell verstarb am 13. März „nach einer komplexen, großen Operation“. Der Waliser wurde nur 64 Jahre alt. Zuletzt mussten Phil Campbell And The Bastard Sons einige Auftritte auf „medizinischen Rat“ hin absagen, nun heißt es: Abschied nehmen.

Während seine Familie vorerst um Privatsphäre bittet, teilen andere ihre Trauer öffentlich. Schlagzeuger Mikkey Dee, der an der Seite vom Lemmy Kilmister und Phil Campbell zur letzten Motörhead-Besetzung gehörte, zeigt sich erschüttert vom „plötzlichen Tod meines Bruders und lieben Freundes Phil Campbell“.

Talent mit Witz

Weiter schreibt Dee: „Er war der lustigste Mensch, den ich kannte, und der beste Rock-Gitarrist, mit dem ich je gespielt habe. Sein Gespür für Rock-Musik war außergewöhnlich. Wir haben zwölf Studioalben zusammen geschrieben, und er hat mich immer wieder mit seinem unglaublichen Talent überrascht. Am meisten werde ich die Zeit mit diesem wundervollen Kerl vermissen.“ Nachdem er Campbells Familie Unterstützung zusichert, fügt der Drummer hinzu: „Grüße Lemmy, Würzel, Filthy und Eddie von mir. Ich bin sicher, ihr werdet wieder eine verrückte Truppe sein!“

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Auch Testament, Sepultura, Fozzy, Joe Satriani, Glenn Hughes und viele weitere Musiker kondolieren im Netz. Testament-Frontmann Chuck Billy berichtet beispielsweise in einem kurzen Video über Streiche, die er und Campbell sich gern gespielt haben und erklärt, dass sie „sehr gute Freunde“ waren, die viel zusammen gelacht haben.

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Bodenständige Legende

Aus hiesigen Gefilden meldet sich Stephan Weidner (Böhse Onkelz) zu Wort. Auf dem offiziellen Kanal der Band zeigt sich Weidner „geschockt“ und erinnert sich an gemeinsame Zeiten mit Phil Campbell. Demnach haben sich die Wege der Musiker 1996 zum ersten Mal gekreuzt. Neun Jahre später hatten Motörhead ein Gastspiel beim vorläufigen Abschied der Onkelz am Lausitzring.

„2018 schließlich hat Phil mit seiner Band Phil Campbell And The Bastard Sons auf dem Matapaloz gerockt. Was für ein legendärer Gitarrist“, führt Weidner aus, und beschreibt Campbell als „leicht chaotischen, aber vor allem wahnsinnig netten und aufmerksamen Kumpeltyp mit einem schönen Humor.“ Weiterhin sei der Gitarrist „frei von Allüren und bodenständig“ gewesen –  „eben einer von denen, von denen man sich wünschte, dass sie für immer bleiben.“ Weidner schließt mit den Worten: „Nun ist er Lemmy nachgefolgt, sein Vermächtnis aber bleibt. Danke für die Riffs, danke für die großen Erinnerungen, danke für die Freundschaft. Machs gut, Phil!“

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Heidi Skrobanski schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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Motörhead: Siebte „Lemmy Forever“-Zeremonie angekündigt

Am 28. Dezember 2015 verstarb Motörhead-Ikone Lemmy Kilmister kurz nach seinem 70. Geburtstag. Ihm zu Ehren wurde die Initiative „Lemmy Forever“ gegründet. Im Zuge dessen finden seit einigen Jahren regelmäßig Zeremonien und Veranstaltungen an Orten statt, „die Lemmys Geist nahestehen“. Jahrelang wurden diese Zeremonien von Gitarrist Phil Campbell organisiert. Nach Campbells Tod im März wurde diese Aufgabe an einen weiteren engen Freund Lemmys übergeben. Wichtige Orte Motörhead-Manager Todd Singerman erklärt: „Nicht jeder kann die Pilgerreise antreten, um Lemmy in Hollywood zu besuchen. Deshalb bringen wir Lem zurück zu seinen Fans. Diese Orte haben ihm viel bedeutet, und sie bedeuten auch…
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