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Overkill: Bobby Blitz über Schlaganfall und Live-Hilfe

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In einem Interview mit dem kroatischen Webzine Perun.hr hat Overkill-Sänger Bobby “Blitz” Ellsworth mit Gerüchten aufgeräumt, ein Schlaganfall, den er 2002 bei einem Auftritt in Deutschland erlitten hat, habe ihn fast das Leben gekostet.

„Ich war nicht dem Tode nahe. Was ich hatte, nennt sich TIA – transitorische ischämische Attacke. Das ist ein kleiner Schlaganfall”, so der Overkill-Frontmann über den Vorfall, der Gerüchte über seinen Lebensstil nährte.

„Er wurde nicht durch meine Lebensweise verursacht. Ich war auf Tour seit zehn Jahren nüchtern – von 1995 bis 2005. Nicht ein Drink und keine Drogen, nichts!”, stellt Ellsworth klar.

„Es gab nur Kaffee und Tabak. Außerdem ist das eine genetische Sache, ich konnte es also nicht kommen sehen. Es ist damals einfach passiert”, so der Overkill-Sänger. Warum der Eindruck von Schlimmeren entstand kann sich “Blitz” aber durchaus erklären.

„Ich wusste, dass etwas nicht in Ordnung war und ging an eine Seite der Bühne und hielt mich fest. Dann verlor ich den Halt, fiel die Treppen herunter und knockte mich aus. Daher kam der ganze Schaden und nicht durch den Anfall”, erklärt Ellsworth, der sich köstlich über die folgenden Gerüchte amüsierte.

„Ich habe danach einige tolle Sachen gelesen, z.B. dass man mir das Hirn weggeblasen hätte”, amüsiert sich “Blitz”. „Ein brasilianisches Magazin behauptete, ich hätte mitten in der Konzerthalle ein Pistole gezogen und man hätte ein ‘Bumm’ gehört.”

Dass der Overkill-Frontmann mittlerweile bei Konzerten auf die Unterstützung von Sauersstofflaschen hinter der Bühne zurückgreift, ist hingegen kein Gerücht, sondern laut “Blitz” seinen eigenen Ansprüchen geschuldet.

„Der Grund für den Sauerstoff ist ein ziemlich simpler: Man altert“, meint der agile Sänger. „Die Verwendung von Sauerstoff macht sofort die Lungen und den Kopf frei und gibt dir diese Mega-Energie. Also nutze ich sehr hohe Dosen über sehr kurze Zeiträume.

Ich bin 55 und ich möchte singen, als wäre ich 25. Dafür verwende ich alles, was ich kann und das gesund ist, wie Vitamine und Sauerstoff. Angefangen habe ich damit in Südamerika in Bogota, Kolumbien”, berichtet Ellsworth.

„Das liegt zwei Kilometer in den Bergen. Du musst mit deinem Gepäck nur die Stufen zum Hotel hochlaufen und hast schon Schwierigkeiten zu atmen”, erläutert “Blitz”, wie er zu seinem nicht einmal so seltenen Hilfsmittel kam.

„Ich dachte mir: ,Ach du Scheiße. Was ist das?’”, meint Blitz über die Auswirkungen des Klimas und der Höhenluft. „Ich sprach mit unserer Tour-Managerin und sie meinte: ,Wie sieht es mit Sauerstoff aus?’ Ich sagte: ,Perfekt, besorg‘ mir das.’ Also kein Doktor oder Ähnliches. Sauerstoff ist einfach mein Trick.”

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