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Paul Gilbert: George Washingtons Benimmregeln

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Das komplette Interview mit Paul Gilbert findet ihr in der METAL HAMMER-Märzausgabe 2026, erhältlich am Kiosk oder indem ihr das Heft bequem nach Hause bestellt. Noch einfacher und günstiger geht’s im Abo!

METAL HAMMER: Paul, dein aktuelles Soloalbum WROC basiert auf einer George Washington-Abschrift von gesellschaftlichen Benimmregeln aus dem 18. Jahrhundert. Wie hat sich aus diesem Stoff ein Rock-Album herauskristallisiert?

Paul Gilbert: Ich hatte dieses Büchlein vor zwanzig Jahren mal gelesen. Als ich von der finalen Mr. Big-Show im Flugzeug von Japan nach Hause saß, überlegte ich, was für ein Soloalbum ich nun machen könnte. Ich liebe es, Gitarre zu spielen und auch zu singen, aber Texte schreiben steht nicht weit oben auf der Liste meiner Lieblingsbeschäftigungen. Man braucht sie allerdings fürs Songwriting. Ich grübelte also, worüber ich schreiben soll. Plötzlich fielen mir Washingtons Benimmregeln wieder ein. Noch im Flugzeug habe ich mir eine davon rausgepickt und daraus mittels KI einen Blues-Song erstellen lassen. Das Ergebnis war so überzeugend, dass ich im Anschluss komplett auf KI verzichtet und nur noch das Buch als Textvorlage gebraucht habe. Ein Riesenspaß! Washingtons Büchlein wurde zu meinem Bernie Taupin (Elton Johns Texter – Anm.d.A.).

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Zuletzt aktualisiert am 4. März 2026 um 10:40 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

MH: Das Album besteht aus zwölf dieser Benimmregel-Songs (und dem augenzwinkernden Extra-Track ‘George Washington Rules’). Das heißt, du hast bei den Regeln stark ausgesiebt, oder?

PG: Ja, und ich habe auch manche Passagen kombiniert. Bei ‘If You Soak Bread In The Sauce’ hatte ich zunächst die Strophe fertig, war aber in Zeitnot und habe für den nächsten Part einfach ein paar andere Zeilen aus dem Buch hinzugefügt. Als ich mich wieder ransetzte und ein Demo einsingen wollte, habe ich mich vor Lachen nicht mehr eingekriegt. In Kombination mit den anderen Passagen hatte sich die Botschaft komplett verändert und war einfach nur noch fürchterlich. Ich musste also noch eine Weile länger daran feilen.

„Ich will keine Penisse an der Wand sehen!“

MH: Gäbe es ein Benimmregelbuch speziell für Rock-Musiker – was wäre für dich eine essenzielle Regel darin?

PG: Ich habe auf Tour schon eine Menge Backstage-Räume gesehen und ich weiß nicht, warum, aber überall sind die Wände mit Peniskritzeleien vollgeschmiert. Ich will aber keine Penisse an der Wand sehen! Also verwandle ich sie mit meinem Edding meist in Blumen oder etwas Ähnliches. Washington hat diesbezüglich keine mir bekannte Verbotsregel aufgestellt. Aber für Rock-Musiker sollte es solch eine wohl geben!

Welche Sechziger-Komponisten große Vorbilder für Paul Gilbert sind, warum er seine Bühnenhosen überarbeiten lassen muss und wie die Chancen auf eine Racer X-Reunion stehen, lest ihr in der METAL HAMMER-Märzausgabe 2026, erhältlich am Kiosk oder indem ihr das Heft bequem nach Hause bestellt. Noch einfacher und günstiger geht’s im Abo!

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Frank Thießies schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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