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Perry Farrell kontert 10 Mio. $-Klage von Jane’s Addiction

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Zwei Monate, nachdem Jane’s Addiction eine 10-Millionen-Dollar-Klage gegen ihn eingereicht hatten, hat Perry Farrell eine Antwort bei den Behörden eingereicht. Wie das People-Magazin berichtet, heißt es darin, die Band „versäume es, Tatsachen vorzubringen, die einen Klagegrund darstellen“. Zudem zählt der Sänger 35 Verteidigungsstrategien auf — darunter den Vorwurf, Navarro habe „unsaubere Hände“. Weiterhin würden die Alternative-Rocker „keine ausreichenden Tatsachen für eine Klage“ nennen, welcher es „zumutbarer Sorgfalt zur Minderung der angeblichen Schäden“ fehle.

Wer hat Recht?

Darüber hinaus gibt Farrell zu Protokoll, „in gutem Glauben und ohne Bosheit“ gehandelt zu haben. Obendrein fordert der 66-Jährige die Erstattung seiner Anwalts- und Verfahrenskosten. Jane’s Addiction ihrerseits gaben direkt eine Replik auf die Aussagen Farrells heraus. So erklärte Christopher Frost (der Anwalt von Dave Navarro, Eric Avery und Stephen Perkins): „Unsere Klage spricht für sich selbst. […] Dass Farrell so reagiert, stoppt die Klage nicht. Es zeigt vielmehr, wie stark die Vorwürfe von Dave, Eric und Stephen sind.“

Beide Parteien haben sich nach dem Ausraster von Farrell beim Konzert am 13. September 2024 in Boston bereits gegenseitig verklagt. Perry ging Gitarrist Dave Navarro dabei körperlich an und schien nicht ganz bei Sinnen zu sein. Die damals anstehenden Konzerte wurden in Konsequenz abgesagt. Laut einem Bericht des US-amerikanischen Rolling Stone seien Jane’s Addiction dadurch rund zehn Millionen Dollar durch die Lappen gegangen. Weiterhin habe nichts aus einem geplanten Studioalbum werden können. Farrell habe sowohl auf körperlicher, emotionaler wie finanzieller Eben Schaden angerichtet. Navarro verklagt Perry zudem wegen Körperverletzung. Die drei Musiker behaupten darüber hinaus, dass der Sänger laufend die Liveshows durch Trunkenheit gefährdet und in Mitleidenschaft gezogen habe.

Farrell stellt das Ganze jedoch etwas anders dar. Wie Variety erfahren hat, hätten Navarro, Avery und Perkins den 66-Jährigen zuletzt jahrelang gemobbt — sogar auf der Bühne. Unter anderem sollen sie ihre Instrumente so laut gemacht haben, dass Perry seine In-Ear-Monitor so laut drehen musste, dass es gesundheitsschädlich war. Diese Schikane sei dann am 13. September 2024 eskaliert, wobei zuerst Navarro und Avery Farrell angegangen haben sollen. Des Weiteren habe Navarro Farrell und dessen Frau hinter der Bühne angegriffen. Die Tour-Absage sei überdies gegen Perrys Willen und ohne sein Wissen erfolgt.


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Lothar Gerber schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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Aerosmith-Frontmann Steven Tyler wurde schon von mehreren Frauen angeklagt, er habe sie in den Siebzigern sexuell missbraucht. Darunter auch Julia Misley, ehemals Holcomb, die ihn wegen sexueller Nötigung einer Minderjährigen und Nötigung zu einer Abtreibung anklagte. Klage geht in Kalifornien weiter Los Angeles-County-Richterin Patricia A. Young wies Misleys Klagen wegen angeblichen Missbrauchs in Oregon, Washington und Massachusetts ab. Dabei berief sie sich auf die Gesetze zum Schutzalter und zur Verjährungsfrist in den jeweiligen Bundesstaaten. Die in Kalifornien erhobenen Anklagen gegen Steven Tyler können jedoch weiterverfolgt werden. Die Richterin machte ihren Entschluss so deutlich, dass einer von Misleys Anwälten vorgeschlagen haben…
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