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Prong, Silent Decay Live Bericht

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Voll ist anders, das ist sicher. Nur wenig Anhänger der alten Groove-Armada aus haben sich ins Backstage verirrt. Traurig, aber abzusehen, denn trotz des soliden Albums POWER OF THE DAMAGER (2007) ist die Zeit von Prong leider vorbei.

Trotzdem ist es natürlich eine Ehre, mit der alten Royal Guard zu spielen, so dass sich die spontan für October File eingesprungenen Silent Decay nach einem Intro vom Band gleich mächtig mit modernen Grooves und hymnischen Refrains ins Zeug legen. Das kommt live gerade bei neuen Songs der Marke ‘Keep It Real’ und ‘Good As Drink Is’ von THE PAIN OF CREATION gut, wird heute aber kaum mit Reaktionen bezahlt. Man ist schließlich wegen Prong hier. Also freundlicher Applaus nach rund 45 soliden Minuten und weiter im Text.

Prong kommen anschließend ohne Intro oder ähnlichem auf die Bühne und sägen gleich lautstark mit ‘Bad Fall’ los. Nach drei Songs ist dann auch klar, dass dieser Abend vielleicht nicht mit Besucherrekorden glänzen kann, sehr wohl aber mit einer unglaublich tight eingespielten Band, immenser Spielfreude und einer Setlist, die sich gewaschen hat (siehe unten).

Große Ansagen gibt es daher genauso wenig, wie Show-Effekte oder große Posen. Der deutlich gealterte Tommy Victor verlässt sich ganz auf die Kraft des einfach groovenden Riffs – und fährt damit verdammt gut. Die Fans danken es mit einem nicht abbrechenden Moshpit und kollektiven Schwelgen in den guten alten Zeiten.

So geht dann auch jeder nach der Vollbedienung in Sachen Prong durchgeschwitzt und glücklich nach Hause. Wahnsinn, was die vermeintlich alten Männer noch für eine Energie zu bieten haben. Da könnten sich einige junge Bands deutlich was von abschneiden.

Setlist:

‘Bad Fall’
‘No justice’
‘Rude Awakening’
‘Looking For Them’
‘Another Worldly Demise’
‘Third Option’
‘The Banishment’
‘Broken Peace’
‘All Knowing Force’
‘For Dear Life’
‘Messages Inside Of Me’
‘Beg To Differ’
‘Irrelevant Thoughts’
‘Cutrate’
‘Worst Of It’
‘Spirit Guide’
‘Whose Fist Is This Anyway?’
‘Snap Your Fingers, Snap Your Neck’
‘Power Of The Damager’
——–
‘Dark Signs’
‘Disbelief’
‘Freezer Burn’
‘Unconditional’
‘Prove You Wrong’

Bilder von beiden Bands findet ihr natürlich oben in der Bildergalerie!

TOBIAS GERBER

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