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Puddle Of Mudd: Wes Scantlin und Bruder schreiben ein Buch

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Wes Scantlin ist Anfang der 2000er als Frontmann von Puddle Of Mudd bekannt geworden. Zuletzt hatte er jedoch mehr mit seinen Verfehlungen als seiner Musik Schlagzeilen gemacht. Unerlaubter Drogen- und Waffenbesitz, Alkohol am Steuer, häusliche Gewalt und Einbruch sind nur einige Delikte, derentwegen Scantlin schon vor Gericht landete.

Milde Konsequenzen

Der letzte bekannte Konflikt mit dem Gesetz liegt fast genau ein Jahr zurück. In der Nacht zum 11. März 2025 ging bei der Polizei von Los Angeles ein Notruf wegen häuslicher Gewalt ein. Vor Ort stellten die Beamten fest, dass es zu einer handgreiflichen Auseinandersetzung zwischen Scantlin und dessen Freundin gekommen war. Bei der anschließenden Durchsuchung sollen außerdem illegale Substanzen gefunden worden sein. Inzwischen hat das Gericht entschieden, dass der Skandal-Rocker keine Haftstrafe deswegen verbüßen muss. Stattdessen soll er an einem einjährigen Diversionsprogramm teilnehmen und sich einer Drogenrehabilitation unterziehen.

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Nun war Wes Scantlin mal wieder zu Gast bei Trunk Nation With Eddie Trunk. Dort weist er erneut jedwede Verantwortung für sein (selbst-)zerstörerisches Verhalten von sich. Immerhin hätten ihn sein fünf Jahre älterer Bruder und dessen Freunde schon sehr früh zum Alkohol verleitet. Auch Scantlins Eltern seien beide Alkoholiker gewesen. „Und so kam es, dass ich seit meinem zehnten Lebensjahr zu den Anonymen Alkoholikern gehe. Ich habe meine Eltern damals schon dorthin begleitet“, beschreibt der 53-Jährige, und fügt hinzu: „Meine Eltern waren tatsächlich 30 Jahre lang trocken. Und dann, mit etwa 70, haben sie einfach wieder angefangen zu trinken.“

Das Leben – eine Tragödie

Unverhohlen fragt Trunk schließlich, ob Scantlin mal darüber nachgedacht hätte, ein Buch zu schreiben. „Mein Bruder und ich arbeiten daran“, antwortet er freimütig. „Er steht morgens um vier auf und fängt einfach an zu schreiben. Dann ruft er mich an, und ich erzähle ihm Geschichten, die er vergessen hatte, und alle möglichen anderen verrückten Erlebnisse. Es ist wie eine Mischung aus unserem Leben, unserer Kindheit und allem Drum und Dran. Er war auch die ganze Zeit dabei, als das mit Puddle Of Mudd anfing.“

In der Anfangszeit mit der Band sei noch alles in Ordnung gewesen. Jedoch sei er schon damals gewarnt worden, sich „vor den Dieben, den Hinterhältigen und den Abschaum“ in Acht zu nehmen. Schließlich folgt ein kleines Eingeständnis. „Ja, ich habe nicht genug auf mich selbst aufgepasst und alles irgendwie vermasselt.“ Als er zuletzt mit Eddie Trunk gesprochen hatte, sah sich Wes Scantlin selbst als Sündenbock, schließlich mache er „wirklich nicht so viel Falsches“.


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Heidi Skrobanski schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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