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Rage Interview mit Peavy Wagner

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Spürt man hier noch die nötige Wut, um eine glaubhafte Metal-Band abzugeben? Das neue Album CARVED IN STONE beantwortet diese Frage ziemlich eindeutig – selten klangen die deutschen Power-Metal-Urgesteine so aggressiv wie auf Album Nummer 17.

Sänger Peavy Wagner erklärt den chronischen Wut-Faktor der Band: „Das ist eine Energie, die wahrscheinlich in jedem steckt, bis zu seinem Tod. Man hat ja nicht nur als junger Mensch Wut in sich. Es gibt genug Leute, die mit 60 oder 70 immer noch rumpöbeln und randalieren. Ich bin jetzt Anfang 40 – überleg mal, wie viele Leute in dem Alter ihre Familie umlegen! Weil sie mit ihrer aufgestauten Wut nicht mehr klarkommen.“

Auch wenn vandalierende Rentner eher selten gesichtet werden – Recht hat er. Beruhigend, dass seine Aggression ausschließlich in die Musik fließt.

CARVED IN STONE geht also mächtig nach vorne, fast im Stile der großen Rage-Klassiker aus den 90ern wie THE MISSING LINK und BLACK IN MIND. Schuld bzw. Verdienst daran hat nicht zuletzt der neue Trommelmann André Hilgers, der den unliebsamen Mike Terrana ersetzte.

Mike Terranas Verhalten wurde gen Ende der siebenjährigen Zusammenarbeit nämlich zusehends unerträglicher. „ Mike war zum Schluss richtig aggressiv – vollkommen grundlos. Da musstest du aufpassen, dass du nicht plötzlich eins in die Fresse gekriegt hast,“ erklärt Peavy.

Von solch bulligem Verhalten hält der Sänger gar nichts, da er Aggressionsgebaren dafür verantwortlich macht, dass unsere Welt den Bach runtergeht. „ Mit unserer Aggression können wir in der heutigen Welt nicht klarkommen, das führt nur zu absoluter Zerstörung. Wie man ja überall sieht: An jeder Ecke brennt’s, überall bringen sich alle um. Es ist Zeit für einen neuen Homo Sapiens, der angepasster ist und vernünftiger mit den heutigen Gegebenheiten umgeht.“

Möge er kommen, der neue Homo Sapiens, und seine Mähne zum Sound des neuen Rage-Werks kreisen lassen!
 

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Venom: Darum tritt die Band kaum in den USA auf

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