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Rambo – Das Videospiel: Viel Geballer, nichts dahinter

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John J. Rambo. Testosteron-geschwängerte Pubertätsbengel mögen die Filme über den verkannten Anti-Kriegshelden. Und Männer ohne Gehirn. Solche Luftpumpen haben bestimmt Spaß. Denn: „Rambo – Das Videospiel“ ist antiquiert, es hat kein Niveau, es ist totaler Mist. Oder?

Er wollte doch nur essen

Also rein in die stumpfe Schießerei. Das Spiel fasst die ersten drei Filme bruchstückhaft zusammen. Nach dem Ausbruch aus einem Vietcong-Gefangenenlager 1971 kehrt der Veteran in seine Heimat zurück (oder das, was er einst so nannte). Dort willl der vereinsamte Vietnam-Held in Ruhe essen. Darf er aber nicht. Sagt Polizist Teasle. Also gibt es nur eine Lösung: John J. Rambo macht das, was er kann – und mutiert mal eben zur effektiven Zerstörungsmaschine: Nachdem er also das Örtchen Hope zu Klump geschossen hat, geht es zurück nach Vietnam, um vergessene Gefangene zu befreien.

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Er metzelt Horden von Gegnern nieder, schießt Schiffe kaputt – und verliert seine Verbündete Co Bao. Jetzt ist endgültig Sabbat – russische und vietnamesische Milizen spüren seine rabiate Rache. Und auch der zwischenzeitliche Ruhestand ist nur von kurzer Dauer: 1988 bricht er nach Afghamistan auf, um seinen Freund Colonel Trautmann aus der Gefangenschaft zu retten.

Wieder in Aktion

Bumms, Krach, wumms: Das Rambo-Videospiel ist die blödeste Ballerei der vergangenen Jahre. Die Macher hatten tatsächlich den Mut, nach vollmundigen Ankündigungen einen Rail-Shooter auf den Markt zu werfen. Das heißt: Der Spieler kann lediglich die Waffe steuern, die Wege der Spielfigur sind vorgegeben – Actionheld Rambo bewegt sich also von Geisterhand wie auf Schienen. Das verleiht dem Spiel den Charme einer brisant-brutalen Moorhuhn-Ballerei. Schlauchiger und eingegrenzter geht es kaum. Neben der pathetisch-bluttriefenden, schemenhaften Story fällt auch die Grafik vollends durch. Als wäre Rambo an sich nicht schon Parodie genug, so ist die kantig-comichafte Visage des Pixel-Protzes eine Verulkung des Ulks, pure Übersteigerung. Ganz zu schweigen von der Armada an Gegner-Klonen, die immer und immer wieder mit gleichen Gesichtern und Uniformen vor Rambos Lauf auftauchen. Apropos Gegner: Die agieren noch blöder als trashige Kriegsfilme ohnehin schon sind. Richtig lustig sehen sie aus, wenn sie liegend hinter einem Stein hervorzucken und wabbelnd um die finale Kugel betteln.

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Bleibt die Bedienung: Zielen und schießen funktioniert leicht mit der Maus. Wie beim Moorhuhn, Schießen und Nachladen. Es kommt aber wahnsinniger Weise noch eine alternative Schusstaste dazu, wie für Granatwerfer. Das klappt immerhin, wenngleich recht ungenau – was vor allem in höheren Schwierigkeitsgraden nervt. Spielinhalte? Ballern, ballern und – ähem – ballern! Ob nun mit MG, Pistole, Pfeil und Bogen, Granatwerfer oder Hubschrauber und Boot mit schweren Waffen – total wumpe. Rambo trifft eh. Ärgerlich sind hingegen die Quick-Time Events, wo sich der Muskelmann mit einfachem Tastendruck an Wachen vorbeischleicht oder im Nahkampf Gegner abmurkst. Nervtötend, simpel, billig. Also noch schlimmer als der Rest des Spiels. Mit ner Pulle Pils und einem guten Kumpel kann der Koop-Modus beglücken, während das Belohnungssystem zu vernachlässigen ist.

Fazit: „Rambo – Das Videospiel“

Rambo hatte nie eine Chance: Das Spiel ist nach allen objektiven Gesichtspunkten totaler Murks. Nicht viel mehr als eine Moorhuhn-Ballerei mit brutalem Habitus und gewalttätig-pathethischer Story. Indes: Das Spiel ist so hohl, dass es schon wieder Spaß macht. Wenn Sie sich denn auf diesen Trash einlassen. Bizarr, oder?

Erscheinungstermin „Rambo – Das Videospiel“: 21. Februar 2014 für PC, PS3 und Xbox 360.

>>> Die 20 schlechtesten Videospiele

Quelle: Computer Bild Spiele. Mehr bei computerbild.de

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