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Aesthetic Perfection CLOSER TO HUMAN

Industrial, Dependent (10 Songs / VÖ: 20.6.)

4.5/ 7
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Fans elektronisch-synthetischer Klänge dürfen Luftsprünge machen, denn Aesthetic Perfection melden sich drei Jahre nach MMXXI zurück – jedoch nicht wie vermutet. CLOSER TO HUMAN ist kein neues Album, sondern eine Neuauflage des Debütalbums CLOSE TO HUMAN, das 2005 erschienen ist. Unter musikalischer Leitung von Daniel Graves wurde jeder einzelne Titel überarbeitet und neu aufgenommen. Auffällig: Einige Stücke wie ‘Relapse’ oder ‘Ersatz’ fehlen. Dafür haben es beispielsweise zwei ältere Songs auf die Platte geschafft. ‘Beautiful’ und ­‘Master’ sind im Original auf dem Demo von 2002 zu finden. Nun sind es die ersten Single-Auskopplungen der Neuinterpretationen. Es sollte nicht überraschen, dass alles viel sauberer und klarer klingt als vor zwanzig Jahren. Eben nicht mehr nach Neunziger-Techno, sondern der gereiften Expertise eines Soundjongleurs, der im Grunde fast alles in Eigen-Regie macht.

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Dank neuer Elemente gewinnt alles gleichsam an Fülle, was in jedem einzelnen Lied hörbar ist – und sei es nur beim Intro ‘Human’. Im Original höchst minimalistisch gehalten, hat es jetzt technische Hintergrundgeräusche dazubekommen. Graves selbst nennt seinen Stil „Industrial Pop“. Und, ja, die poppige Verspieltheit findet sich vor allem in den melodischen Parts wiederbelebter Nummern wie ‘Surface’ oder dem vom Bass getriebenen ‘Coward’. Graves geht durchdacht vor, aber mit viel Gefühl. Wer jedoch nach Gitarren oder ähnlich händisch betriebenen Instrumenten sucht, tut dies vergebens.

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