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Agathodaimon THE SEVEN

Black Metal, Napalm/Universal (10 Songs / VÖ: 18.3.)

5/ 7
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Lang ist’s her: Das letzte Studioalbum dieser 1995 gegründeten und zwischenzeitlich auf Eis gelegten deutschen Formation datiert auf Mitte 2013. Auf THE SEVEN – ihrem folgerichtig siebten Langspieler – bewegen sich Band-Gründer Sathonys (aka Kollege Martin Wickler), Sänger Ashtrael und drei neue Mitstreiter wie zu besten Zeiten vor allem im symphonisch angereicherten Black Metal und erbauen im Schnittpunkt von wüster Raserei und düsterer Erhabenheit eine eindringliche, epochale Atmosphäre. Besonders in ihren Bann ziehen apokalyptische Passagen (‘Ain’t Death Grand’) und eingängig-treibende Stücke (‘Ghosts Of Greed’), unter die Haut geht aber auch der Klargesang – allen voran in ‘La Haine’ und dem tollen ‘Estrangement’.

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Weitere Details wie Einspieler (‘Wolf Within’), Klavier (‘The Divine’) oder die Gastauftritte von Benighted-Stimme Julien Truchan (im mantraartigen, bald dem Wahnsinn anheimfallenden ‘Kyrie / Gloria’) sowie Ursänger Vlad Dracul (im auffällig orchestrierten ‘Mother Of All Gods’) bereichern das Geschehen und offenbaren die kreative Fülle, aus der Agatho­daimon im Hier und Jetzt schöpfen. Während die puristische Black Metal-Hörerschaft ob so viel Pathos Reißaus nehmen dürfte, sei allen Dimmu Borgir- sowie Cradle Of Filth-Fans eine Hörprobe nachdrücklich ans Herz gelegt.


Agathodaimon knüpfen dort an, wo sie vor neun Jahren aufgehört haben. Umso schöner, schließlich schlug IN DARKNESS damals schon einen deutlichen Bogen zurück zu alten schwarzmetallischen Gepflogenheiten. Auf THE SEVEN verstehen es die reformierten Mainzer erneut meisterlich, Dark, Gothic und Black zu morbide-romantischen, düster-grollenden und knackigen Kleinoden zu verschmelzen. Sebastian Kessler (5 Punkte)

Auch wenn bereits die Brutalität auf THE SEVEN überzeugt: Agathodaimon haben verstanden, dass sie allein durch ihre Härte nicht aus der Masse hervorstechen können. Das Album punktet vor allem durch die Art, wie das Übel mit Emotionalem verbunden wird. Melodische Refrains wie in ‘La Haine’ oder ‘Wolf Within’ sind originell, packen und fesseln. Erst dadurch wird das Ganze zu einem wirklich mächtigen Ungetüm. Raphael Siems (5 Punkte)

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