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Angerot THE PROFOUND RECREANT

Death Metal, Redefining Darkness (9 Songs / VÖ: 24.3.)

5.5/ 7
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Hossa! Das dritte Album von Angerot hat es in sich – überrascht die leicht theatralische, deutsch­sprachige Eröffnung ‘Das Salz’ (ebenso wie beim abschließenden ‘Slaughter Ov Innocence’ von Dahlians Sebastian Bracht unterstützt) noch etwas, geht es danach äußerst interes­sant weiter: Die Band aus South Dakota vermischt den US-Death-Spirit alter Acheron (was primär an den leicht crowleyesken Vocals von Rhythmus­gitarrist und Sänger Chad Petit liegt) mit leicht schwedischen Gitarren und modernen, mitunter eben auch leicht theatralischen Arrangements (ein Schelm, wer hier und beim Gebrauch von „ov“ nach Behe-Polen schaut). Laut Band-Foto arbeiten die Jungs ebenfalls Teilzeit in den Minen von Mordor, aber egal. Interessanter ist die illustre Bande von Gastmusikern, denn neben Bracht kommen auch noch Keyboarder David Gutierrez Rojas von Bleeding Gods, Andy LaRocque von King Diamond und Sammy Duet von Goatwhore mit je einem Solo sowie Simon Olsen von Baest und Morbid Angels Steve Tucker als Gast­sänger zum Einsatz.

Ebenso bunt wie diese Mischung klingt, verfolgen Angerot ihre Idee von zeitgemäßem und dennoch nach Old School klingendem Death Metal. Und, ja, das Ganze funktioniert und klingt durchaus interessant. In ‘Bastard Creature’ verschmelzen Piano­klänge mit doomigen GOTHIC-Gitarren, im Titel-Song geht es mit großem Gestus und Dimmu-Unterbau in die Vollen, ‘Horns Ov Moses’ (mit Olsen) ist ein sirrender Klopper mit Morbid Angel-Vibe, und bei ‘In The Company Ov Wolves’ growlen Tucker und Petit um die Wette. Auf der einen Seite klingt THE PROFOUND RECREANT leicht überladen, auf der anderen Seite ist genau das der Punkt, der Angerot aus der Masse von Genre-Veröffentlichungen herausstechen lässt. Cool.

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