Das zehnte Studiowerk der Kalifornier ist ihre bislang härteste Scheibe, wie sie selbst sagen, wovon unter anderem ‘Dead’, ‘Ego Death’ und ‘Death Rattle’ zeugen. Dennoch birgt THE END IS NOT THE END alles, was sich das Fan-Herz wünscht. Atreyu waren sowieso schon immer so etwas wie eine Hits schmiedende Wollmilchsau – und diesem Status wird das Quintett erneut gerecht. Frontmann Brandon Saller (der bis 2020 trommelte), Bassist Marc „Porter“ McKnight, Schlagzeuger Kyle Rosa sowie die Gitarristen Dan Jacobs und Travis Miguel bringen mal wieder Metalcore, melodieseligen Alternative Rock, modernen Metal à la Avenged Sevenfolds HAIL TO THE KING, breitbeinigen Ami-Rock und Emo so gekonnt unter einen Hut, dass es wie aus einem Guss klingt. Auf zwei Songwriting-Reisen (zum einen nach Tokio, zum anderen auf San Juan Island zwischen Vancouver und Seattle) ist somit ein Longplayer entstanden, der vor Brechern mit unwiderstehlichen Hooklines nur so platzt – man höre zum Beispiel ‘All For You’, ‘Ghost In Me’, ‘Children Of Light’, ‘In The Dark’ (inklusive überraschendem Saxofonsolo) oder ‘Afterglow’. Zudem lässt die Platte hintenraus überhaupt nicht nach und scheint sogar fast immer besser zu werden. Somit ist THE END IS NOT THE END auf einem Level mit wegweisenden Alben wie THE CURSE (2004) oder LEAD SAILS PAPER ANCHOR (2007) einzuordnen.
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