Dass Bassist Rachel Bolan 40 Jahre nach der Gründung von Skid Row das erste (weiterhin aktive) Band-Mitglied mit einem Soloalbum ist, sah zum Band-Zenith Anfang der Neunziger sicher keiner kommen. Dabei hatte Skid Rows coolste Socke (neben Baz) schon auf der Cover-EP B-SIDE OURSELVES (1993) mit dem Ramones-Opener‘ Psycho Therapy’ Frontmann-Qualitäten bewiesen. Erwartungsgemäß gibt Bolans Passion für Punk Rock gepaart mit einer Portion Power Pop, Glam Rock sowie Rock’n’Roll – das saulässige Cover von Oasis’ ‘Rock And Roll Star’ (sic) sei an dieser Stelle erwähnt – auch auf seinem Langspielerdebüt den Takt an. In je einem Song unterstützt von den Skid Row-Sechssaiterkollegen „Snake“ Sabo und Scotti Hill finden sich zudem auch Danko Jones, Nuno Bettencourt oder Corey Taylor auf der illustren Gästeliste wieder. Mag der irrwitzige Albumtitel auch Skid Rows und Bolans Heimatstaat New Jersey zur Ehre gereicht sein, entpuppt sich GARGOYLE OF THE GARDEN STATE doch als astreines, siebzigersüchtiges New York City-Album, welches Fans von Michael Monroes Demolition 23 genauso ansprechen dürfte wie Anhänger von Jesse Malins D Generation.
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