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CODE VIOLET

Shooter, TeamKill Media

2/ 7
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Die Spekulationen um ‘Code Violet’ kochten im Vorfeld der Veröffentlichung hoch. Viele witterten in dem Titel einen Klon des Genre-Bruders ‘Dino Crisis’ (1999). Zudem fielen die letzten beiden Veröffentlichungen von TeamKill Media – ‘Quantum Error’ (2023) und ‘Son And Bone’ (2024) – bei Kunden wie Kritikern gleichermaßen durch. Entsprechend zwiegespalten waren die Erwartungen an den nächsten Wurf: zwischen aufgeregter Euphorie und verhaltener Skepsis. ‘Code Violet’ begnügt sich mit einer Story, die allenfalls als dünner erzählerischer Rahmen taugt: In einer futuristischen Forschungsanlage geraten gentechnische Experimente außer Kontrolle, und der Spieler muss sich gegen entlaufene Dinosaurier behaupten. So weit, so platt. Doch selbst über diese Banalität hinaus nimmt das Spiel zuverlässig jedes Fettnäpfchen mit.

Hatten die erst sehr spät vor Release aufgetauchten Reviews bereits nichts Gutes erahnen lassen, fällt die Realität noch ernüchternder aus. TeamKill Media gelingt nicht einmal ein passabler Abklatsch der ‘Dino Crisis’-Formel, sondern vielmehr ein Technikdesaster. Karten-Layouts und Grafik wirken hoffnungslos veraltet, die Charaktere bleiben blass, das Erkunden der Spielwelt ist weitgehend unspektakulär – und die eigentlich beängstigenden Dinosaurier sorgen für kaum mehr Nervenkitzel als Disneys ‘Die Monster AG’ (2001). Angesichts von so viel Leerlauf wirken selbst die rund sechs Stunden Spielzeit erstaunlich lang. ‘Code Violet’ bleibt damit nicht nur hinter den Erwartungen zurück, es scheitert bereits an den Grundlagen des eigenen Anspruchs. Und das krachend.

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