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Empire State Bastard RIVERS OF HERESY

Modern Metal, Roadrunner/Warner (10 Songs / VÖ: 1.9.)

5/ 7
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Was genau dachten sich Simon Neil (Biffy Clyro) und Mike Vennart (Ex-Oceansize) vor zehn Jahren im Tourbus? „Komm, lass uns das abgefahrenste, giftigste und konfrontativste Album aller Zeiten machen?“ – „Ja.“ Neil verkündete bereits, dass RIVERS OF HERESY allein textlich schon misanthropischer und nihilistischer sei als seine vorherigen Werke. Wenn dann noch Dave Lombardo (ehemals Slayer) und Naomi Macleod (ehemals Bitch Falcon) ihr instrumentales Können zum Besten geben, wird’s roh, antagonistisch und laut. Schon der Opener ‘Harvest’ schreddert harsch mit einem einzigen Ziel durch die Boxen: Zerstörung! Dazu Neils pausenlose, aggressive Schreie, die jede Banshee vor Neid verstummen lassen würden. Selbst der Synthie-Einsatz in ‘Stutter’ in Kombination mit den kurzen Klargesangsequenzen (ja, es gibt sie!) schaffen eine bedenkenswert-gruselige Atmosphäre.

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Dem stehen auch das marschierend-roboterhafte ‘Dusty’ samt Engelsgesang und das ketzerische ‘Sold!’ in nichts nach. Aber, Vorsicht! Mit ‘Moi’ und dem Rausschmeißer ‘The Looming’ wird’s zumindest kurzzeitig trügerisch melodisch. Ob Elemente aus Grindcore, Sludge, Thrash- oder Modern Metal, Stoner- oder Prog Rock: RIVERS OF ­HERESY vereint alles in sich und ist damit keineswegs zum Mitsingen gedacht. Die Hooks und Melodien sind paradox, der Gesang ist jenseits von Himmel und Hölle, und das Gesamtwerk schlichtweg: faszinierend. Oder, wie Vennart bereits sagte: „Einfach ungekürzter Hass in musikalischer Form.“

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Glenn Hughes will dieses Jahr kürzertreten

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