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Grave Next Door SANCTIFIED HEATHEN

Stoner, Black Doomba (8 Songs / VÖ: 18.3.)

4/ 7
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In unmittelbarer Nähe ihres Hauses befand sich ein Friedhof – welche großartigen Gespenster­geschichten man sich da ausdenken konnte. Einen ähnlichen Gedankengang hatten die Brüder Salerno wohl, als sie ihre Stoner-Band 2018 gründeten. Nun erscheint mit SANCTIFIED HEATHEN ihr Debütalbum, welches, wie zu Zeiten der Siebziger und Achtziger Jahre, live aufgenommen wurde. Dabei wird es vor allem für den Hörer magisch, da er das Zusammen­spiel der Musiker „hautnah“ erlebt. Umso enttäuschender ist jedoch der Beginn der Platte: Zwar steigt die Erwar­tung, nachdem bei ’Bloody Nuns‘ die Orgel einen sehr theatralischen und, vor allem bezogen auf die Nonnen, lautma­lerischen Einstieg einläutet. Doch das darauffolgende trostlose Gitarrenspiel wirkt in Verbindung mit dem repetitiven Tempo sehr eintönig. Erst mit dem spannungsgeladenen und düsteren ‘Heathen’ tauen sie auf, welches mit einem groovigen Solo überzeugt.

Mit ‘Sand In The Blood’ gelingt es dem Trio, den Kopf zum Mitnicken zu bringen und den Hörer gleichzeitig durch medi­tative und psychedelische Melodien in andere Welten zu versetzen. Zusammen mit dem sechsminütigen Outro ist er der längste Song auf der Platte, und doch ist er am unterhaltsamsten, da sich das Jamming des Trios völlig entfaltet und die Einheit letztendlich noch zu spüren ist. Ein maues Ergebnis für ein Album mit acht Songs – da hätten mehr Wirkungstreffer drin sein müssen. Nichtsdestotrotz: Ein wenig Magie lässt sich spüren.

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