Die britischen Black-Metaller Hecate Enthroned haben eine lange, meist eher weiter vom Scheinwerferlicht entfernte Karriere hinter sich. Die meisten dürften sie noch als knallharte Cradle Of Filth-Kopie abgespeichert haben, gegründet von deren Ex-Bassisten, dem leider vor drei Jahren verstorbenen Jon Kennedy. Seit dem Debüt THE SLAUGHTER OF INNOCENCE, A REQUIEM FOR THE MIGHTY haben sie mit teils langen Pausen, diversen Line-up-Wechseln und auf diversen Labels fünf Alben veröffentlicht, zuletzt 2019 EMBRACE OF THE GODLESS AEON, an das jetzt THE CORPSE OF A TITAN, A LAMENT LONG BURIED mit aller gebotenen Opulenz recht nahtlos anknüpft – nur die UK-Black Metal-Sirene Sarah Jezebel Deva macht sich diesmal rar. Das bedeutet: Symphonische Keyboards pflastern ihren Weg, Sänger Joe Stamps grollt, keift und giftet in rasendem Wechsel, ohne sich aber in Dani Filth’schen Fisteleien zu ergehen, und die Saitenfraktion räumt mit zweckdienlichen Riffs den Weg frei. Wer sich ein Faible für die zügellosen Symphonic Black Metal-Orgien des ausgehenden letzten Millenniums bewahrt hat (denkt Limbonic Art, Sirius, Obtained Enslavement et cetera), kommt hier voll auf seine Kosten.
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