Da hat sich jemand intensiv mit Beast In Black und Battle Beast beschäftigt. Das ist ja nicht das Schlechteste, jedoch ist nicht zu überhören, dass der symphonische Power Metal der deutschen Durchstarter eine Spur geradliniger, fanfarendurchtränkter und, ja, tanzbarer als auf den vorherigen beiden Alben daherkommt. Erneut: Das ist keine Entwicklung, der man grundsätzlich den Riegel vorschieben müsste. Zumal es den Riffs und flirrenden Soli eines ‘War Of Hearts’ oder ‘The Veil Of Affection’ nicht an Mächtigkeit mangelt. Sänger Gabriele Gozzi (seit 2024 neu an Bord) beweist sich als exzellente Verstärkung und bringt jede Menge Biss mit. So bereichert er Stücke wie das flotte und aggressive ‘Steel And Thunder’ sowie das pompöse und heldenhafte ‘Beyond Horizons’. Das dort arg offensichtliche Abschreiben bei den finnischen Kollegen wäre so wenig nötig gewesen, wie durch die Cover-Version ‘Empress’ Direktvergleiche mit Gitarrist Tim Hansens altem Herren und Gamma Ray zu provozieren; doch der Song bleibt spitze. ‘Dark Temptation’ und ‘Love Kills’ nötigen schon ein Herz für Disco-Metal ab, ‘Strangers To Love’ für AOR-Kitsch der Avantasia-Klasse; dann aber macht LOVE KILLS! sehr viel Spaß, weil Induction jede Menge Energie versprühen.
***
Du willst METAL HAMMER lesen, aber kein Abo abschließen? Kein Problem! Die aktuelle Ausgabe portofrei nach Hause bestellen: www.metal-hammer.de/heftbestellung
***
