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John Corabi NEW DAY

Classic Rock, Frontiers/OPEN (12 Songs / VÖ: 24.4.)

4.5/ 7
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Der gute John Corabi ist Band-technisch ganz schön herumge­kommen. Der mittlerweile 66-Jährige mag zwar am meisten für seine kurze (aber sehr ausgiebige) Zusam­menarbeit mit den Glam-Chaoten Mötley Crüe bekannt sein, hat sich aber auch mit etablierten Acts wie Ratt oder sowohl kurz- als auch langlebigen Supergroups wie The Dead Daisies oder Brides Of Destruction beschäftigt. Nur unter seinem eigenen Namen hat er sich noch nicht viel ausgetobt. Ein paar Singles, ein Akustik- und ein Live-Album – das war’s. Bis jetzt, denn mit NEW DAY zeigt der zottelige Rocker, wofür er wirklich brennt: absolut klassischen Rock, mit dem er groß gewor­den ist. Bluesig, gitarrenbetont, soulig, lässig und ein bisschen schmuddelig. Sehr authentisch wie aus den Sechzigern und Siebzigern. ‘New Day’ ist eine eingängige Pop-Rock-Nummer mit verspielt-fröh­lichem Sound und eigentlich nicht das beste Aushängeschild für die Platte. Richtig Fahrt nimmt sie erst bei ‘That Memory’ auf, das durch seine herrlich kratzige Rock-Röhre und das tamburin­lastige, simpel-ohrwurmige Songwriting glatt von Foghat oder Grand Funk Railroad stammen könnte. Noch weiter zurück blickt die Creedence-Reminiszenz ‘1969’, die natürlich auch textlich gut zur Musik passt. Hippies, Vietnamkrieg und Hendrix werden besungen, und es macht einfach Spaß, in der Nostalgie zu schwelgen. Aber Corabi kann auch zeitgemäßer: ‘Lauren’ kommt wider Erwarten als Outlaw-Ballade im modernen Gewand daher. NEW DAY ist ein echter Classic Rock-Leckerbissen – und Corabis beste Arbeit seit Jahren.

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