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Lacuna Coil SLEEPLESS EMPIRE

Alternative Metal, Magnetic Eye/Soulfood (8 Songs / VÖ: 14.2.)

5.5/ 7
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Es gibt einige Elemente auf der neuen Lacuna-Coil-Platte SLEEPLESS EMPIRE, die ein wenig aus der Zeit gefallen wirken. Die Chöre, die bedeutungsschwanger Küchenlatein herunterbeten etwa, hätten gut und gerne in den Neunzigern bleiben dürfen. Der Rest der Band ist aber mit Körper und Geist im Jahr 2025 angekommen. Die erste Platte seit BLACK ANIMA (2019) und Pandemie zeigt eine Band, die genau weiß, was sie will, und auch dazu in der Lage ist, das Resultat zu erreichen. Ihr Alternative Metal tönt düster und orchestral, und spätestens mit dem letzten Album scheint man sich nach zuletzt eher rastlosen und wenig nachvollziehbaren Phasen endgültig gefunden und geerdet zu haben. Cristina Scabbia ist nach wie vor ein ­Ausnahmetalent am Mikrofon, das es eigentlich verdient hätte, in Zehntausender­­hallen zu strahlen, und ihr Kollege Andrea Ferro setzt gewohnt bissig und abgründig gutturale Akzente. Diese passten nicht immer zu den Songs, wirkten bisweilen er­zwungen und aufgesetzt.

In die un­heilvollen, nahezu apokalyptischen Klangwelten von SLEEPLESS EMPIRE passen sie vielleicht so gut wie nie. Mit ‘I Wish You Were Dead’ hat man einen legitimen Hit (und ein probates Lebensmotto) vor Anker liegen, im hymnischen ‘Hosting The Shadow’ kann Randy Blythe von Lamb Of God tobsüchtige Akzente setzen, und das abschließende ‘Never Dawn’ könnte auch einen dramatischen Endzeit-­Thriller mit Vampiren untermalen. Ein großes, cinematisches Ende.

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