Eines muss man Thomas Eriksen lassen: Sein Projekt Mork schafft es, in hoher Taktzahl kompetenten Second Wave-Black Metal rauszuhauen und allein dadurch mehr und mehr an Prominenz zu gewinnen. Und anders als die potenziellen Vorbilder Darkthrone lässt es Eriksen bei seinen mindestens alle zwei Jahre abgesetzten Botschaften aus dem schwarzen Riff-Walhalla nicht auf kultiges Geknarze rauslaufen, sondern versucht, Griffigkeit und Sturmböen-über-bewaldeten-Anhöhen-Ästhetik variantenreich auszuspielen. Das ist nicht immer zwingend zielführend, aber bewahrt Mork vor der Vorhersehbarkeit, die ähnlich positionierte Acts der derzeitigen norwegischen Szene wie etwa Nordjevel plagt. MONOLITT gibt sich eher „nekro“, was die Produktion betrifft, und thrashig, was den Opener ‘Under vekten av verden’ angeht, findet aber im Lauf seiner neun meistens angenehm knackig inszenierten Songs zu all den musikalischen Memes, die beim geschulten Publikum zwanghaft Hände zu Forken formen. Am coolsten sind Songs wie ‘Ødelagt’ mit dem eingebauten Absturz von Raserei zu moderndem Verfall oder ‘Inn i en annen sfære’ mit einem wüsten Riff-Verhau, aber auch als Ganzes bietet MONOLITT fürs Genre erstaunlich viel Wiederhörenswert.
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