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Mütterlein AMIDST THE FLAMES, MAY OUR ORGANS RESOUND

Avantgarde, Debemur Morti/Soulfood (7 Songs / VÖ: 9.5.) 

4/ 7
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Die französische Multi­instrumentalistin Marion Leclerq hat ihr Soloprojekt nach einem Nico-Song von 1970 benannt, der sich abgedreht und wund durch die Dünen schleppt. Vor allem die Dekonstruktion von Weiblichkeit spricht hier zu Marion. Aber wo bei Nico ein Harmonium leiert, hypnotisiert Marion mit unheilvoller Synth-Orgel, dunkel-cinematischen Industrial-Beats und repetitiven Riffs. Trotzdem gibt es eine Ähnlichkeit auf Metaebene: beider Gesang will unschön sein, ein Affront, eine mystische Ausweidung. Mütterlein/Marion macht mit ihrem rauen Klagegeschrei jedenfalls keine Gefangenen. Ihr drittes Album ist den Opfern von Unterdrückung gewidmet, allem voran den Frauen, deren Körper grausamster Gewalt unterworfen wurden (und werden). Mütterlein nennt speziell versklavte schwarze Frauen wie Anarcha Westcott, die im 19. Jahrhundert experimentelle gynäkologische Eingriffe erleiden musste; ihr Behandler gilt heute als ein Vater der modernen Frauenheilkunde.

Da kann frau durchaus der Zorn packen, und Mütterlein münzt ihn um in stählerne Drones und hämmernde Drums. Zwei Tracks (‘Memorial One’ und ‘Memorial Two’) sind mit dem französischen Dark Ambient-Künstler Treha Sektori entstanden, Mix und ­Mastering hat Ex-Amenra-Bassist Tim de Gieter besorgt. Das Ergebnis ist top Uneasy Listening.

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