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My Dying Bride A MORTAL BINDING

Doom Metal  , Nuclear Blast/Warner (7 Songs / VÖ: 19.4.)

5.5/ 7
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Mit 33 Jahren schon die Midlife-Crisis? Begann THE GHOST OF ORION, das letzte Album der britischen Death Doom-Legende, noch träumerisch elegisch mit elegantem Riff, Violinentupfern und klarem Lyrikgesang von Aaron Stainthorpe, legt sich A MORTAL BINDING knurrig keifend mit ‘Her Dominion’ ins Zeug, als wäre es 1994. Die epische Vorab-Single ‘Thornwyck Hymn’ stellt wieder die bekannte Post-THE LIGHT AT THE END OF THE WORLD-Ästhetik her, aber auch der längste Song, ‘The Apocalyptist’, bringt reichlich Dornen zwischen den süß geraunten Worten mit. Und was die atmosphärischen Zwischenspiele wie ‘The Solace’ vom letzten Album betrifft: Fehlanzeige. My Dying Bride tasten hörbar nach ihren Wurzeln und halten strikt den Kurs, den ihnen ihr Erbe vorgibt.

Das mag den Abenteuerlustigen in mir ein wenig enttäuschen, aber ganz ehrlich: Der Trost dafür liegt in den fabelhaften Songs, die A MORTAL BINDING zu bieten hat. Die Art, wie sich ‘The 2nd Of Three Bells’ tastend an seinen emotionalen Höhepunkt ranarbeitet, um dann abrupt zu enden, ist klasse, und die Tradition der perfekten Album-Ender führen sie mit ‘Crushed Embers’ souverän fort. Von Krise kann und darf also keine Rede sein.


Auch nach über 30 Jahren im Geschäft verstehen sich My Dying Bride noch darauf, tief berührende Songs zu schreiben, ohne dass ihre schleppenden Melodien langweilig werden. A MORTAL BINDING ist ein weiteres Zeugnis davon, wie die schleppende Schwere der Briten in ihren Bann zieht, wie Aaron Stainthorpes Stimme klar wie krächzend packt und wie doomige und symphonische Passagen im Wechsel eine besondere Düsternis erzeugen. Annika Eichstädt (5,5 Punkte)

My Dying Bride, die ich seit über 30 Jahren verehre, gehören definitiv zu den Bands, die mich nie wirklich enttäuschen. Mit A MORTAL BINDING ist es der Band um Aaron Stainthorpe einmal mehr gelungen, alle Stärken ihrer Karriere zusammenzufassen und diese konzentriert in Songs zu gießen. Wundervolle Arrangements glänzen durch schwere Melodien, die die Stücke nach vorne schieben, und Stainthorpe verpasst diesen mit seinem Gesang die passende emotionale und melancholische Tiefe. Einfach wundervoll. Petra Schurer (6 Punkte)

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