Dass Charly Steinhauer angepisst klingt, dürfte niemanden verwundern: Der Paradox-Boss musste in seinem Leben mehr erleiden und erdulden als zumutbar scheint – und doch gelingt es dem Sänger/Gitarristen, nach jedem neuen Rückschlag wiederzukommen und seinem Frust musikalisch Ausdruck zu verleihen.
Davon zeugte bereits TALES OF THE WEIRD (2012); das neue, von einem großteils neuen Line-up eingespielte PANGEA steht dem in nichts nach: Aggressiv komponierte, mit dem Herz in der Hand gezockte Hochgeschwindigkeitsnummern wie ‘Raptor’, das zwischen Chaos und Hymne schwankende ‘Ballot Or Bullet’, das ballernde ‘Manhunt’ und der Titel-Track sorgen für eine dauerhafte Beanspruchung der Nackenmuskulatur. Das getragene ‘Vale Of Tears’ dagegen räumt atmosphärischen Zwischenklängen Raum ein, während ‘Alien Godz’ bei der Old School-Thrash-Fraktion für Freude sorgen dürfte.
‘El Muerte’ vereint schließlich fulminante Riffs mit dem über das Album hinweg stimmungsvoll in Szene gesetzten Hintergrundgesang – der zur Feier des 30. Band-Jubiläums übrigens von Musikern des Debüts stammt. Gibt man den oft langen, Überforderung provozierenden Stücken Raum, offenbart sich PANGEA als kraftvolles, aber komplexes Werk, das hoffentlich trotz der aktuellen Thrash-Flut Abnehmer finden wird.
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