
Mit den Stilbezeichnungen darf man im Fall dieses Albums gerne jonglieren: Alternative Rock, Stoner, Heavy Rock, Grunge – die Griechen sehen ihren Olymp eindeutig in den Neunziger und Nuller Jahren und erinnern, was den Gitarren-Sound angeht, häufig an CKY (falls es noch jemand weiß, das war die Haus- und Hofkapelle von ‘Jackass’), besitzen aber mehr Punk-Einschlag. ‘Baptized In His Death’ feiert die frühen Queens Of The Stone Age, ‘Step On, Skin Off’ reißt mit Danko Jones-Überschwang mit, und ‘The Song You Misunderstand’ ist sowohl textlich als auch musikalisch ein tiefer Knicks vor Kurt Cobain. Über die Rolle einer qualitativ gelungenen Ehrerbietung wächst das sechste Album von Planet Of Zeus aber nicht hinaus. AFTERLIFE wirkt in manchen Phasen etwas zu altbacken, um beim Hörer kolossale Gefühlswelten zu kreieren. Zum Olymp reicht es bei dieser Scheibe nicht, aber zu einer größtenteils unterhaltsamen 39-minütigen Darbietung auf dem Allerweltplaneten Erde.
***
Du willst METAL HAMMER lesen, aber kein Abo abschließen? Kein Problem! Die aktuelle Ausgabe portofrei nach Hause bestellen: www.metal-hammer.de/heftbestellung
***