Toggle menu

Metal Hammer

Search

Psychotic Waltz THE GOD-SHAPED VOID

Progressive Metal, InsideOut/Sony (10 Songs / VÖ: 14.2.)

6/ 7
teilen
mailen
teilen
von

Es ist mehr als ein Lebenszeichen nach 23 Jahren. Es ist ein Statement – und ein bisschen auch Genugtuung: dass eine Band, die nie in den Geist ihrer Zeit gepasst hat, heute Relevanz hat, 23 Jahre nach ihrer Auflösung. Psychotic Waltz waren damals, Anfang bis Mitte der Neunziger, eine klassische „Liebhaber-Band“. Innigst geliebt von wenigen, die nie verstehen konnten, wieso das nicht mehr Leute kapiert haben. Denn im Grunde haben Psychotic Waltz vieles vorweggenommen, was in den Jahrzehnten danach andere Bands in die großen Hallen katapultiert hat. Ihr Prog war immer verspielt und oft auch kantig, aber es fehlte nie an Melodien und den großen, großen Emotionen. Umso schöner ist es, dass Dan Rock, Devon Graves, Ward Evans, Norman Leggio und Brian McAlpin jetzt die Gelegenheit nutzen können, auch all denjenigen, die damals nicht dabei waren, ihr Konzept von emotionaler und dennoch anspruchsvoller Musik zu präsentieren.

🛒  THE GOD-SHAPED VOID bei Amazon

Dass nicht alles an THE GOD-SHAPED VOID leichtfüßig klingt, hat der erste Vorgeschmack ‘Devils And Angels’ gezeigt, der noch etwas hüftsteif wirkte. Doch auf Albumlänge tauen Psychotic Waltz deutlich auf: Schon der zweite Song ‘Stranded’ weckt Erinnerungen an ‘Into The Everflow’ und lässt die ersten Glückstränchen kullern. Inbrunst pur. Ebenso herrlich: ‘While The Spider Spins’, in dem sich Gesang und Gitarre mal duellieren, mal miteinander harmonieren. Auch ‘Demystified’ mit seiner packenden Gesangslinie oder der letzte Track ‘In The Silence’, der noch einmal die gesamte Bandbreite von zart-introvertiert bis hin zu überschäumender Power ausspielt, beeindrucken bis zur Gänsehaut. Sie können es noch – und nun haben sie endlich die Chance auf ein großes Publikum.

teilen
mailen
teilen
Amorphis: Drittwerk ELEGY feiert 30. Jubiläum!

1996 hatten sich Amorphis bereits mit THE KARELIAN ISTHMUS (1992) und TALES FROM THE THOUSAND LAKES (1993) einen Namen gemacht, doch ELEGY war der Moment, in dem sie endgültig begannen, ihre Death Metal‑Wurzeln abzustreifen und sich in progressive, melodische Gefilde vorzuarbeiten. Ein Album, das bis heute wie ein kalter Windstoß aus dem Norden wirkt - und gleichzeitig wie ein warmes Feuer, das man nicht mehr missen möchte. Neue Besetzung, neue Wege Es begab sich im Jahr des Umbruchs. Mit Sänger Pasi Koskinen und Schlagzeuger Pekka Kasari (Ex‑Stone) kamen zwei neue Gesichter ins Boot. Koskinen, der bis 2003 bleiben sollte, teilte…
Weiterlesen
Zur Startseite