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In Vain SOLEMN

Death/Black Metal, Indie/Soulfood (9 Songs / VÖ: 19.4.) 

5.5/ 7
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Die Norweger In Vain lieben das Besondere. Allein dieser künstlerische Anspruch rechtfertigt die über sechsjährige Wartezeit auf das fünfte Opus der 2003 formierten Truppe um Gitarrist Johnar Håland, Klarsänger Sindre Nedland sowie Fronter Andreas Frigstad. Und das Ausharren hat sich gelohnt: Auch auf SOLEMN krachen scheinbar mühelos harte Riffs und Growls mit großen Melodien, erhabener Musikalität und epischem Klargesang aufeinander, während progressive Einschübe und Instrumente wie Saxofon oder Trompete (‘Shadows Flap Their Black Wings’, ‘Season Of Unrest’, ‘Eternal Waves’) für das gewisse Etwas sorgen. Weiterhin wecken einige Stücke Assoziationen mit den Landsleuten Borknagar (‘To The Gallows’) und brechen In Vains Black- und Death Metal-Wurzeln partiell deutlich hervor (‘Where The Winds Meet’, ‘Beyond The Pale’), während Nummern wie das fast achtminütige, sacht orchestrierte ‘At The Going Down Of The Sun’ eine spürbar wehmütige Note durchzieht und ‘Blood Makes The Grass Grow’ trotz harscher Basis durch melodische Verspieltheit auffällt.

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Obgleich In Vain keine offenkundigen Hits anreichen, besticht ihr überragendes Gespür für eine stimmige, auf großen Emotionen fußende Balance zwischen den Gewalten. Dies beweist nicht zuletzt das gesanglich opulente, außerweltliche Gänsehautfinale ‘Watch For Me On The Mountain’, das einen sprachlos zurücklässt und weitere Hördurchgänge nahelegt, um die Größe dieses Werks besser begreifen zu können.

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