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Rob Zombie THE GREAT SATAN

Industrial Rock, Nuclear Blast/Warner (15 Songs / VÖ: 27.2.)

4/ 7
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Eine Zeit lang sah es so aus, als hätte Rob ­Zombie mit dem Filmfachwechsel seine wahre künstlerische Bestimmung gefunden. Doch bereits mit der von ‘The Lords Of Salem’ (2012) voll­zogenen cineastischen Qualitätswende ging der Hollywood-Traum den Bach runter, was sich auch darin äußert, dass sein letztes großes Leinwandprojekt, die Neuinterpretation von ‘The Munsters’ (2022), lediglich auf den digitalen Heimgebrauchsmarkt herunterskaliert zu erleben war. Womit wir beim neuen musikalischen Lebens­zeichen, dem ersten seit fünf Jahren, wären. Zombies achtes Album zeichnet sich durch die Rückkehr von Gitarrist Mike Riggs und Bassist Rob „Blasko“ Nicholson aus, da John 5 zu Mötley Crüe respektive Piggy D. zu Marilyn Manson abgewandert sind. Ent­sprechend finden sich auf THE GREAT SATAN durchaus Parallelen zum Solofrühwerk in Form von kettenrasselnden, kreissägenden Rückgriffen auf den Horror-Metal-Industrial-Hybrid des Debüts HELLBILLY DELUXE. Jedoch kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass Wednesday 13 längst die Hit-verdächtigeren Songs schreibt und selbst Kollege Manson eine andere künstlerische Reife unter Beweis stellt. Egal, ob Zombie reimlich Bowies Ziggy Stardust belehnt (‘I’m A Rock N Roller’), mit ‘The Devilman’ als Abklatsch von Alice Coopers/Zodiac Mindwarps ‘Feed My Frankenstein’ Fremdleichenfledderei betreibt oder im Klabautermannkontext von ‘Sir Lord Acid Wolfman’ Tom Waits-Manierismen an den Tag legt – THE GREAT SATAN rockt solide, aber zu gleichförmig und lässt veritable Schock- sowie anders gelagerte musikalische Überraschungsmomente weitgehend vermissen.

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