As I May KARU

Modern Metal, Uprising!/SPV (9 Songs / VÖ: 4.3.)

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Nicht nur der im Nebel liegende Wald mit einer einsamen Gestalt auf dem Album-Cover mutet düs­ter an. Auch die Musik von As I May zieht einen förmlich auf die andere Seite. Abseits der Cover-Optik orientieren sie sich jedoch nicht am Black Metal, sondern folgen den musikalischen Fußspuren von Kollegen wie In Flames oder Amorphis. Seit ihrer Gründung im Jahr 2016 kann die vierköpfige Band auf zwei Alben zurückblicken. Mit ihrer neuesten Platte KARU präsentieren sie einen modernen Metal-Sound, der sich auf die schweren und melodischen Töne konzentriert. Mit stolzen drei Sängern mangelt es absolut nicht an stimmlicher Varianz: Von klaren Gesangs-Passagen über tiefe Bariton- oder Hochton-Einlagen bis hin zu brachialen Shouts decken die Musiker jede Facette ab.

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Insbesondere bei ‘Under The Gun’ wird gezeigt, dass Shouts und mitreißende Riffs in ihrem Blut fließen. ‘Breaking Myself Away’ findet dagegen seichte Melodiebögen, womit sich ein breites Spektrum ergibt. Jedoch bleiben die Finnen sich selbst nicht immer treu: Gerne wird das markante „Oh ah ah ah ah“ von David Draiman kopiert. Bei ‘High Octane’ dagegen schlängeln sich As I May listig am Metalcore vorbei hin zum alternativen Nu Metal. Insbesondere die Nachahmung des Rap Metal-Songwritings mit seinen catchy Gitarren-Riffs erinnert an die Anfangszeiten von amerikanischen Bands wie P.O.D. oder Limp Bizkit. Im Endeffekt zeigt KARU viel Potenzial und tendiert zur Einzigartigkeit, obschon das ein oder andere Gewürz besser nicht benutzt worden wäre.

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