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Ronnie Atkins ONE SHOT

Melodic Rock, Frontiers/Soulfood (11 Songs / VÖ: 12.3.)

5/ 7
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Das Schicksal scheint mit Pretty Maids-Sänger ­Atkins ein ziemlich mieses Spiel zu spielen: Nachdem es zunächst hieß, der an Lungenkrebs Erkrankte sei genesen, folgte Ostern letzten Jahres die Hiobsbotschaft, die Krankheit sei inzwischen im unheilbaren Stadium IV angelangt. Die tickende Uhr sowie die pandemiebedingte Tourneepause vor Augen, beschloss Atkins, nun also doch ein Soloalbum zu veröffentlichen. Und dieses ist ihm – von etwaigen Mitleidsboni gänzlich befreit – gut gelungen. Dass man beim Opener ‘Real’ zunächst vermeinen könnte, man hätte sich in eine Mel C-Single verirrt, ist nicht als negative Kritik gemeint. Vielmehr verdeutlicht es den am positiven Pop-Rock-geschulten Vibe einer Nummer, die vom ersten Takt an klarmacht, dass Atkins keineswegs gedenkt, Trübsal zu blasen.

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Während Gitarrengäste wie Band-Kumpel (und Produzent) Chris Laney, Pontus Norgren (The Poodles, Hammerfall), Kee Marcello (ehemals Europe) oder der für Avantasia und Rock Meets Classic als Live-Gitarrist aktive Oliver Hartmann für schnittiges Saitenspiel sorgen, besticht der Pretty Maids-Vorsteher mit starker Stimme, ehrlichen, aber nie wehleidigen Texten sowie dem gewohnten Händchen für Hooks. Das Filet-Stück der Atkins-Solodiät (die streckenweise an den überbordenden Optimismus eines Andrew W.K. gemahnt) ist dabei zweifellos die saftige und titelstiftende, fäuste­reckende Power-Ballade ‘One Shot’, die Desmond Child – inklusive der Bon Jovi-Chöre – in seinen besten Tagen nicht besser hinbekommen hätte.

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