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Sodom THE ARSONIST

Thrash Metal , Steamhammer/SPV (13 Songs / VÖ. 27.6.)

5.5/ 7
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Volle Deckung, die musikalische Ruhrpott-Stalin­orgel Sodom hat wieder durchgeladen. Und das Magazin ist voll: Ganze zwölf Songs und ein Intro bietet THE ARSONIST (übersetzt: der Brandstifter), wobei die Gesamtlänge des Albums nicht mal die 50 Minuten knackt. Tom Angelripper und seine Mannen kommen schnell auf den Punkt, diverse Songs sind nach nicht mal vier Minuten an einem vorbeigerast. Die Band klingt wütend, Songs wie ‘Trigger Discipline’, ‘Witchhunter’ (ein kleiner Gruß an den legen­­dären Originalschlagzeuger) oder ‘Gun Without Groom’ lassen keinerlei An­zeichen von Altersmilde er­kennen. Das Schlagzeug von Toni Merkel rattert wie eine Näh­maschine, der Sound wirkt sehr organisch und ist meilenweit entfernt von den üblichen Homeoffice-Produktionen der heutigen Zeit. Das kann man gut oder schlecht finden; Fakt ist, dass der Klang zum urtümlichen Getrümmer der Combo perfekt passt. Keine Gnade, immer direkt aufs Brett. Nachdem Destruction mit ihrem neuen Album vorgelegt haben, ziehen Sodom ohne Qualitätsverlust nach. Es ist ein gutes Jahr für Anhänger des deutschen Thrash Metal.


Die alte Ruhrpott-Thrash-Schule hat noch ein paar wichtige Lektionen mitzugeben! Tom Angelripper bellt gewohnt wütend, die Riffs gehen sofort in den Nacken, und durch die zweite Gitarre glänzen die großen Soli ganz besonders. ‘Witchhunter’ ist ein sofortiger Klassiker, und ‘Gun Without Groom’ könnte auch von Slayer stammen. Herrlich räudig und zugleich auf höchstem Niveau vereinen Sodom beide Tugenden erneut vorbildlich. Sebastian Kessler (5 Punkte)

Sodom bleiben Sodom bleiben Sodom – und unterstreichen ihre zuletzt bestechende Live-Form mit dem ebenfalls starken THE ARSONIST. Keine Experimente, keine Kompromisse, keine Spur von Altersmilde; immer schön mittenrein ins alles vernichtende Sperrfeuerwerk. Nur eines irritiert: Wieso zur Hölle tritt Angelripper ausgerechnet jetzt auf die Bremse und beraumt eine Live-Auszeit an? Katrin Riedl (5 Punkte)

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