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Spectral Voice SPARAGMOS

Death Doom, Dark Descent/Soulfood (4 Songs / VÖ: 9.2.) 

6.5/ 7
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Wenn Mitglieder von Blood Incantation oder deren mindestens ebenso brillanten Nebenprojekten wie Stormkeep, Black Curse oder eben auch Spectral Voice beteiligt sind, darf musikalische Perfektion erwartet werden. Nicht umsonst zählen THE HIDDEN HISTORY OF THE HUMAN RACE (2019), ENDLESS WOUND (2020) oder TALES OF OTHERTIME (2021) zu den ange­sehensten Veröffentlichungen im Black- und Death Metal-Sektor der vergan­genen Jahre. SPARAGMOS ist in dieser Hinsicht keine Ausnahme und fügt sich nahtlos in die Reihe besagter Vorzeigewerke ein. Spectral Voice haben ein glückliches Händchen dafür, nicht bloß im zähen Keif-Death Metal zu verharren, sondern besitzen den Mut, Töne klingen zu lassen, wenn es angebracht ist und das Tempo anzuziehen, sofern es notwendig wird. Der siechende Schleichgang von ‘Be Cadaver’ wird von harschem Trommeln, zackigen Gitarreninfernos und einem sakralen Hauchen getragen.

‘Red Feasts Condensed Into One’ eröffnet mit einer todesmetallischen Urgewalt, schlägt in finster-melodische und atmosphärische Teile aus, ‘Sinew Censer’ bewegt sich sanft in Richtung klassischem Black Metal, und ‘Death’s Knell Rings In Eternity’ ist eine höllische Growl-Folter. Im nischigen Death Doom Metal dürfte SPARAGMOS bereits jetzt als Jahres-Highlight gelten. Wem das Album hingegen zu getragen daherkommt, darf sich darauf freuen, was Morris Kolontyrsky (Gitarre), Paul Riedl (Gitarre) und Jeff Barrett (Bass) mit Blood Incantation im Lauf des Jahres noch vorlegen werden. Die Messlatte dafür hängt schließlich einen Tick höher als bei Spectral Voice.

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Die 500 besten Metal-Alben (110): Satyricon NEMESIS DIVINA

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