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TALES OF THE SHIRE: A LORD OF THE RINGS GAME

Lebenssimulation, Weta Workshop/Private Division

3/ 7
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Das ‘Der Herr der Ringe’-Franchise hat in den letzten Jahren schwer gelitten. Amazons ‘Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht’ (seit 2022) enttäuschte trotz Milliarden-Budget, ‘Der Herr der Ringe: Die Schlacht der Rohirrim’ (2024) wirkte übereilt, und das katastrophale ‘Der Herr der Ringe: Gollum’ (2023) entwickelte sich zum Paradebeispiel gescheiterter Lizenzspiele. Mit ‘Tales Of The Shire: A Lord Of The Rings Game’ schlägt Entwickler Weta Workshop nun einen völlig anderen Weg ein: kein Epos, kein Kampf – stattdessen ein entschleunigtes Cozy-Game im Auenland. Was zunächst wie ein harmloser Lückenfüller erscheint, entpuppt sich als erstaunlich stimmiger Gegenentwurf zur lärmenden Franchise-Überfrachtung. Damit reiht sich der Titel in die wachsende Zahl entspannter Lebenssimulationen ein, wie sie spätestens seit ‘Animal Crossing: New Horizons’ (2020) und ‘Stardew Valley’ (2016) ein großes Publikum begeistern.

Als Hobbit pflegt man Beete, fischt, kocht, richtet sein Heim ein, sammelt Kräuter und plaudert mit den Nachbarn. Die Welt ist liebevoll gestaltet, entspannt und spürbar vom Geist Tolkiens durchdrungen. Selbst kleinste Details – vom knisternden Kamin bis zu handgeschriebenen Aushängen im Dorfladen – tragen zur warmen Stimmung bei. Spielerisch jedoch bleibt der Titel hinter den Genre-Größen zurück. Aufgaben wiederholen sich schnell, echte Progression fehlt, und auch die sozialen Interaktionen bleiben oberflächlich. Wer Tiefgang oder langfristige Motivation sucht, wird enttäuscht. Doch wer die Nase voll von Schwertgeklirr und Weltuntergang hat, findet in ‘Tales Of The Shire: A Lord Of The Rings Game’ zwar kein großes Abenteuer, aber vielleicht ein gemütliches Zuhause auf Zeit.

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