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The Acacia Strain YOU ARE SAFE FROM GOD HERE

Deathcore, Rise/BMG (12 Songs / VÖ: 24.10.)

5/ 7
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Nach dem Doppelschlag von 2023 (STEP INTO THE LIGHT und FAILURE WILL FOLLOW) konzentrieren sich The Acacia Strain diesmal auf ein einzelnes Album – und treffen damit eine kluge Entscheidung. YOU ARE SAFE FROM GOD HERE ist dicht und in seiner Wucht ausreichend, um allein zu bestehen. Die zwölf Songs zeigen die Band in einer breiten stilistischen Spannweite: von thrashigen ­Attacken (‘A Call Beyond’) über melodeathige Ansätze (‘Swamp Mentality’) bis hin zu schleppenden Doom-Momenten (‘Mourning Star’). Auffällig ist die Kürze vieler Stücke: Mit größtenteils rund zwei Minuten pro Song entsteht eine ruppige Direktheit, die nichts unnötig in die Länge zieht. Den Gegenpol bildet das fast 14-minütige Finale ­‘Eucharist II: Blood Loss’ – ein epischer Exorzismus zwischen Growls, klaren Passagen und drückenden Riffs, der den Rahmen sprengt und die Platte krönt. Produktion und Sound setzen auf maximale Schwere, ohne ins Chaos abzurutschen. Textlich geht es um Depression, Isolation und dystopische Visionen – Themen, die Vincent Bennett mit einer Intensität vorträgt, die nicht gespielt wirkt, sondern erschütternd real. Im Vergleich zu den Vorgängern wirkt die Scheibe fokussierter, weniger experimentell, aber auch weniger zugänglich. Wer schnelle Hooks sucht, wird kaum fündig. Wer sich auf Härte, Atmosphäre und Ehrlichkeit einlässt, bekommt ein sehr kompromissloses Werk. Und am Ende bleibt der Titel Programm: In den Tiefen, in die The Acacia Strain hinabsteigen, ist man vor Gott definitiv sicher.

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Editorial METAL HAMMER 02/2026

Liebe Metalheads, erneut geht einer der Großen. Oft streitbar, aber immer verlässlich; nicht ganz oben, aber gerade deshalb von einem Kultgefolge gefeiert – und für manch einen Headbanger gar die bodenständigere und damit bessere Alternative zu Metallica: Dave Mustaine und Megadeth werden der Szene fehlen. Immerhin: Der Gitarrist und Sänger entscheidet sich aus freien Stücken, seine Band würdevoll zu beenden. Und er geht, natürlich, nicht ohne einen Knall. Zwar gibt sich der streitbare Rotschopf im Interview versöhnlich, doch schwingt zwischen den Zeilen immer wieder die alte Grantigkeit gegen die Welt und Metallica durch. Für unsere Titelgeschichte lässt uns der 64-Jährige…
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