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The Ocean PHANEROZOIC II: MESOZOIC / CENOZOIC

Progressive Metal, Metal Blade/Sony (8 Songs / VÖ: 25.9.)

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The Ocean sind eine so besondere wie erstaunliche Band. Wo andere „nur“ musizieren, entwerfen sie komplette Welten und füllen diese mit bahnbrechender Musik und nicht weniger ambitionierten Konzepten. Das nun erscheinende Werk des Kollektivs um den Wahl-Berliner Robin Staps knüpft an die gerne betriebene Erforschung der Erdzeitalter an und schreibt das 2018 veröffentlichte PHANEROZOIC I: PALEOZOIC fort, kommt aber musikalisch komplexer und ambivalenter daher. Grundsätzlich nisten sich The Ocean im wohlklingen­den Prog-Universum von Pink Floyd und Long Distance Calling ein, würzen dieses aber mit diversen Akzenten: Mal erheben sich Melodien aus dem Nahost-Kulturkreis (‘Triassic’) oder ruhige Ambient-Klanglandschaften (‘Oligocene’); mal betört der Gesang von Katatonias Jonas Renkse (‘Jurassic/Cretaceous’) oder grätschen wuchtige Growls dazwischen ­(‘Palaeocene’), mal geht die Truppe mit dem Prog-Pop von Steven Wilson auf Tuchfühlung (‘Holocene’).

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Ein besonderes Erlebnis ist auch das zwitterhafte ­‘Pleistocene’, das mit lieblichen Melodien und Streichern einlullt, um gen Ende schwarzmetallisch schrammelnd Fahrt aufzunehmen. Unterm Strich zu viel für Easy Listening, doch The Ocean waren nie eine Band für Nebenbei. Wer in ihr faszinierendes Wirken eintauchen will, muss sich Zeit nehmen – dass sich das lohnt, bleibt auch angesichts des etwa 50-minütigen PHANEROZOIC II unbestritten.

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