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Tribulation WHERE THE GLOOM BECOMES SOUND

Gothic Metal, Century Media/Sony (10 Songs / VÖ: 29.1.)

6/ 7
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Album Nummer fünf der schwedischen Ausnahme-Band, die Kollege Strater liebevoll in der Rubrik „verzauberte Tanzschühchen“ verortet hat. Natürlich, ihre ausufernden Liveshows sind ein Erlebnis und das Erste, woran man im Zusammenhang mit dem Namen Tribulation denkt. Nichtsdestotrotz beweisen sie auf WHERE THE GLOOM BECOMES SOUND einmal mehr, dass all der Theatralik und visuellen Ausgestaltung zum Gesamtkunstwerk ein mehr als solides musikalisches Fundament zugrunde liegt. Zwischen überwiegend im Midtempo-Bereich angesiedelten Titeln (Highlights: ‘Hour Of The Wolf’, ‘Leviathans’) finden sich mit ‘Daughter Of The Djinn’ und ‘Funeral Pyre’ auch zwei schnellere Stücke, die im Riffing gar an Judas Priest erinnern.

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Natürlich bekommen diese durch die verspielten, typisch schwedischen Melodieläufe in den Gitarren-Leads eine ganz eigene Färbung und klingen alles andere als angestaubt. Zwar gelingt der Band auf WHERE THE GLOOM BECOMES SOUND kein zweites ‘Melancholia’ oder ‘Strange Gateways Beckon’, doch das Niveau von DOWN BELOW wird mühelos gehalten.


Mit einem Kunstwerk von Fernand Khnopff auf dem Cover geben Tribulation bereits vorab die mystische, antipositivistische Richtung ihres Albums vor – und vertonen diese auch bestens. WHERE THE GLOOM BECOMES SOUND wird von einem dunkelroten Faden durchzogen. Die Schweden steigen dabei nicht zu stark in wehmütige, langsame Moll-Klagelieder ab, sondern halten sich an treibende Gitarrenwellen und eine herrlich morbide Inszenierung. Celia Woitas (5,5 Punkte)

Selten hat ein Albumtitel so gut gepasst wie dieser. Denn Tribulation gießen die Dunkelheit gleich kübelweise über ihren Fans aus, ohne dabei weinerlich oder auch nur gewollt schlecht gelaunt zu klingen. Ganz im Gegenteil: Ihre Ohrwürmer wie ‘In Remembrance’ oder ‘Dirge Of A Dying Soul’ strahlen Erhabenheit aus – wie die Frühwerke von Paradise Lost vor 25 oder 30 Jahren. Der perfekte Winter-Soundtrack für Zarte und Harte. Marc Halupczok (5,5 Punkte)

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