Tyketto gehören zu den wenigen Überlebenden einer Ära, in der melodischer Hard Rock nicht mehr das heißeste Eisen im Feuer vieler Plattenfirma war, ihr New Yorker Sänger Danny Vaughn aber dennoch die (Rock-)Stimme der Zukunft zu sein versprach. Das 1991er-Debüt DON’T COME EASY hatte das Zeug dazu, Bon Jovi zu beerben, so gut waren Songs und Performance der Scheibe. Vier weitere Tyketto-Alben und 35 Jahre sind seither vergangen, vieles hat sich verändert – die Musikszene wohl mit am meisten –, aber Danny Vaughn ist noch immer einer der großartigsten Frontmänner der Szene. Fast folgerichtig ist das neueste, insgesamt sechste Tyketto-Album CLOSER TO THE SUN die reinste Wohltat für alle von Death-, Black-, Post Metal oder Grindcore und ähnlich lärmendem Gedöns gestressten Ohren. Will sagen: Hier verbünden sich eingängige AOR-Melodien, moderat verzerrte Powerriffs, nachvollziehbare Soli und abwechslungsreiches Songwriting zu einem leichtgängigen und zugleich kraftvollen Rock-Album. Und auch wenn für manche diese Musik wie aus der Zeit gefallen klingt, kann man sie jedem Whitesnake-/Winger-/Def Leppard-Jünger wärmstens empfehlen.
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