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Týr HEL

Metal Blade/Sony (13 Songs / VÖ: 8.3.)

6/ 7
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Den verkaufsfördernden Versuch, Týr weiterhin als Folk Metal-Band zu verkaufen, darf getrost als zum Scheitern verurteilt bewertet werden. Natürlich, die Truppe aus Tórshavn bleibt sich inhaltlich treu und greift in ihren Texten auf heidnisch-nordische Motive zurück – so bezieht sich der Albumtitel auf die personifizierte Göttin des Totenreichs Hel. Doch musikalisch stellt das offenkundig durch die Folklore der Schafsinseln inspirierte ‘Ragnar’s Kvaedi’, welches aus der gleichen färöischen Balladentradition (Kvæði) schöpft wie das beliebte ‘Regin Smiður’ vom Zweitwerk ERIC THE RED (2003), die Ausnahme auf HEL dar.

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Ein paar Melodien aus der traditionellen Musik, wie auch bei ‘Alvur Kongur’, und eine kleine textliche Anspielung auf die Schottenhymne ‘Loch Lomond’ machen aus diesem Album ebenso wenig Folk Metal wie eine Schwalbe den Sommer. Auf HEL überwiegen die klassischen Metal-Elemente sowohl in der Phrasierung der Zwillingsgitarren als auch durch die steten Soli. Dank der ausgiebigen Nutzung mehrstimmiger Gesänge werden außerdem schöne Erinnerungen an die Hochphase von Blind Guardian in der zweiten Hälfte der Neunziger wach – bevor sich die Deutschen im orchestralen Dickicht verliefen. Bei Týr landet derzeit jeder Song, jedes Riff, jedes Solo einen Volltreffer – und das macht das obendrein sauber produzierte HEL zu einem heißen Anwärter auf das Heavy-Album des Jahres 2019.

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Black Sabbath: Geezer Butler hasst das PARANOID-Cover

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