Wardruna KVITRAVN

Nordic Folk, By Norse/Sony (11 Songs / VÖ: 22.1.)

6.5/ 7
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Derzeit gibt es wohl kein Vorbeikommen an Wikingern, der nordischen Mythologie und der entsprechend klanglichen Untermalung. Nur wenigen Musikern gelingt jedoch der Spagat zwischen Tradition, Authenti­zität und Aktualität. Wardruna gehören definitiv in die Kategorie jener, die dieses Kunststück mit Bravour meistern. Mit ihrem fünften Studiowerk schließen die Norweger dort an, wo die RUNALJOD-Trilogie gewissermaßen endete. Thematisch wird erneut großzügig aus dem nordischen Mythenkelch geschöpft: Animismus, Natur- und Geisterwesen sowie spirituelle Weisheiten werden in einer Art rituellem Singsang (‘Grá’ und ‘Andevarljod’) oder in vollem choralem Klanggewand (‘Skugge’, ‘Munin’) dargeboten. Bei ‘Viseveiding’ hat man gar das Gefühl, einem schama­nischen Ritual aus der Vogel­perspektive beizuwohnen.

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‘Fylgjutal’ könnte indes kaum verträumter und episch zugleich durch die Fjorde Norwegens hallen. KVITRAVN (zu Deutsch: weißer Rabe) beherbergt in jedem einzelnen Stück so viel Tiefe, dass man komplett darin versinken kann. Allen voran das titelgebende Stück ‘Kvitravn’, dessen melodisches Grundgerüst in ‘Vindavlarljod’ partiell wiederzufinden ist. Der Einsatz historischer Instrumente (unter anderem Ziegenhorn, Lure, Talharpa) verleiht der Musik eine besondere Atmosphäre – wie aus einer anderen Zeit oder Welt. Zugegeben, für diese Art Musik muss man etwas übrighaben. Einar Selvik, Lindy-Fay Hella und Co. wissen jedoch in ihren Bann zu ziehen und bieten monumentalen Stoff für andächtige Stunden. Obacht, Suchtgefahr!

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