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Within The Ruins HALFWAY HUMAN

Djent, Long Branch/SPV (11 Songs / VÖ: 3.3.)

5/ 7
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Was zur Hölle ist denn das für ein brutaler Gitarren-Sound? Within The Ruins trennen auf HALFWAY HUMAN end-gültig das Instrument von jeglicher weiteren physikalischen Tonerzeugung.

Anders lässt sich das völlig entmenschlicht tönende Eröffnungs-Riff zu ‘Shape–
Shifter’ nicht erklären, das unbarm-herzig-mechanisch aus den Boxen drückt. Das ist übrigens in jeder Formulierung als Kompliment gemeint: Within The Ruins haben somit nämlich den perfekten Djent-Sound für ihre verschobenen Riffs gefunden, mit denen sie sich brutalstmöglich durch die Songs fräsen (‘Absolution’). Natürlich gibt es neben der tiefstimmigen Rhythmik auch angemessen kompliziertes Sweep-Gefrickel – allerdings hört das Songwriting hier zum Glück nicht auf: Stattdessen konterkarieren Within The Ruins die aggressiven Rhythmen und komplexen Riffs mit herrlich röhrenwarmen Lead-Gitarren, die dem Gesamt-Sound eine menschliche Note verpassen und gleichzeitig einen spannenden Kontrast erzeugen.

So schafft sich die Band zudem ein klares Alleinstellungsmerkmal: Wo sich andere Vertreter des modernen Progressive an dieser Stelle eher auf die klassische Prog-Formel verlassen und zu vertrackten Clean-Gitarren und großen Dynamikunterschieden greifen, um Spannung zu erzeugen, wählen Within The Ruins das Gitarrensolo. Ansonsten haben sich die US-Amis im Vergleich zu früheren Tagen um etwas klarere Song-Strukturen bemüht.

So sind sie gleichzeitig härter (Klargesang ist eher seltenes Stilmittel als Hauptfokus) und zugänglicher als die Kollegen von Periphery oder Northlane. Gute Platte!

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