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Roddy Bottum (Faith No More) über Sexualität

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Roddy Bottum, Keyboarder bei Faith No More, hat die letzte Zeit genutzt, um sein Leben in Worte zu fassen. Seine Autobiografie ‘The Royal We’ erscheint am 4. November, zunächst jedoch nur in englischer Sprache. In einem Interview mit Wall Of Sound sprach er nun über die wortwörtlichen verschiedenen Kapitel seines Lebens — unter anderem über ein sehr persönliches.

Heikle Zeit

Der 62-Jährige machte in den Neunziger Jahren seine Homosexualität öffentlich und hatte kaum Vorbilder, an denen er sich orientieren und festhalten konnte. „Es war eine schwierige Zeit“, erzählte Bottum. „Im Nachhinein kann man sich kaum vorstellen, wie hasserfüllt und homophob die Menschen damals waren, aber so war die Welt wirklich. Im Buch geht es viel darum, wie schwule Männer verurteilt wurden, und wie wir darauf reagiert haben.“

The Royal We: A Memoir
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von Bottum, Roddy
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Zuletzt aktualisiert am 6. Januar 2026 um 0:42 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

Des Weiteren erzählte Roddy Buttom: „Besonders schwierig für meine Generation waren die fehlenden Vorbilder, speziell in der Welt der Musik. Es gab eigentlich keine andere Möglichkeit, als ein Geheimnis aus der eigenen Identität zu machen.“ Zum Glück gab es doch eine Ausnahme: „Die einzige Person, die ich halbwegs kannte, war die Schlagzeugerin Patty Schemel von Hole. Heute gehört sie zu meinem engsten Freundeskreis. Außer Patty kannte ich keine queeren Personen in der Rock-Szene.“

Heutige Vorbilder hielten sich noch bedeckt

Bottum erinnerte sich im Gespräch noch weiter zurück: „Als ich super jung war, war ich ein großer Fan von Elton John. Ich weiß noch, wie ich ihn einmal im Radio habe reden hören, dass er ja bald heiraten würde. Das war die Phase, in der er seine Sexualität vollständig versteckt hat. Alles, was ich wollte, war jemand, der mir zeigt, dass es in Ordnung ist und ich sein kann, wie ich bin. Das gab es aber einfach nicht.“ 

Die einzigen, die ein wenig Sicherheit boten, waren Queen. „Ich erinnere mich daran, irgendwo eine Aussage von Queen gelesen zu haben. Sie sagten in etwa, dass ihre Band Queen heißt, und sie Opernmusik machen — man sollte eins und eins zusammenzählen. Sie haben zwar nicht explizit ihre Identität preisgegeben, aber indirekt schon.“ Trotzdem hinterließ die Zeit deutliche Spuren bei Roddy Bottum, die er in seinem Buch im Detail beschreibt.


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Nuria Hochkirchen schreibt freiberuflich unter anderem für METAL HAMMER. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.

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