Es ist allgemein bekannt, dass für Musiker und Künstler von den Einnahmen beim Musik-Streaming viel zu wenig abfällt. Um diese Problematik zu erörtern und potenzielle Lösungsansätze zu diskutieren, fand am Montag, den 16. März 2026 eine Gesprächsrunde im Bundeskanzleramt statt. Dabei hat sich Staatsminister für Kultur und Medien Wolfram Weimer mit Vertretern von Amazon Music, Apple Music, Rokk Streaming, SoundCloud, Spotify und YouTube Music sowie vom Branchen-Verband Bitkom getroffen. Rokk präsentierte bei dieser Gelegenheit sein faires Modell zur Vergütung der Musiker.
Nächster Termin steht
„Der deutsche Musikmarkt ist einer der größten weltweit, und das Potenzial ist noch bei Weitem nicht ausgeschöpft“, erklärt der Staatsminister zum insgesamt dritten von ihm abgehaltenen Talk zum Thema Musik-Streaming. „Es ist auch im Interesse der Politik, dass dieser Markt weiter wächst. Gleichzeitig brauchen wir im Interesse der Kreativen Verbesserungen in diesem Markt – zum Beispiel bei der Vergütung und der Transparenz, bei der Bekämpfung von Streaming-Betrug und im Umgang mit KI.
Dafür wird mein Haus im Frühsommer einen Runden Tisch veranstalten, bei dem die Kreativen sowie Vertreterinnen und Vertreter der Labels teilnehmen werden. Ich freue mich sehr, dass sich heute auch die Streamer bereit erklärt haben, an diesem Dialog teilzunehmen. Mein Haus und ich werden diesen Prozess eng begleiten.“
Mit von der Partie war auch Herbert Grönemeyer, der das bestehende System unter Beschuss nahm. Demnach kommen Einnahmen aus Streaming häufig nicht bei den Künstlern an, die tatsächlich gehört werden. Stattdessen werden die Gelder über große Pools, Klickzahlen und algorithmische Mechanismen verteilt. Dieses Konstrukt verzerren das Verhalten der User sowie algorithmische Empfehlungen zusätzlich.
Besser für die Künstler
Die Konsequenz für viele Künstler: „Trotz millionenfacher Streams bleibt finanziell oft kaum etwas übrig. Gleichzeitig droht sich die Situation durch die zunehmende Verbreitung KI-generierter Musik weiter zu verschärfen“, heißt es in der zugehörigen Pressemitteilung von Rokk/Fairmusic. Das Unternehmen setzt auf ein alternatives Vergütungsmodell. Dabei kommt ein deutlich größerer Anteil der Einnahmen direkt bei den Künstlern an, Hörer können ihre Lieblingskünstler zusätzlich direkt finanziell unterstützen, und KI-Inhalte werden gekennzeichnet oder algorithmisch nicht empfohlen. Außerdem können Bands ihre Musik kostenlos und ohne Zwischenhändler veröffentlichen.
Rokk sieht sich als deutsches und europäisches Unternehmen auch als „Alternative zur amerikanisch dominierten Streaming-Landschaft“. Alexander Landenburg (Mitgründer von Rokk/Fairmusic) argumentiert: „Wenn Streaming die Zukunft der Musik ist, dann muss diese Zukunft auch den Menschen gehören, die diese Musik machen. Genau daran arbeiten wir – mit einem Modell, bei dem endlich wieder mehr bei den Künstlern ankommt.“
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