2024 verkündeten Rose Tattoo in einem ausführlichen Post auf ihrer Facebook-Seite, dass das 50. Jubiläum gleichzeitig das Ende der Band markieren soll. Zuvor begeben sich die Australier jedoch auf eine ausgedehnte Abschiedstournee. Bis Juni reisen Angry Anderson und seine Truppe durch die Heimat. Anschließend stehen einige Termine im deutschsprachigen Raum auf dem Plan (siehe unten).
Alles hat ein Ende
Im Interview mit Rock Daydream Nation wurde Anderson jüngst gefragt, ob er beim Gedanken an das Ende der Band gemischte Gefühle habe. Darauf antwortet der 78-Jährige mit einem klaren „Ja“. Er habe angenommen, dass es ihm gut mit der Entscheidung ginge, da man es ja „im Voraus weiß“. Erst kürzlich hat er eine ihm nahestehenden Person an Krebs verloren. „Wir hatten also über zwei Jahre Vorbereitungszeit – ständige Behandlung, Gespräche darüber und so weiter –, aber das hat mich nicht auf den Schock vorbereitet. Und es erinnerte mich an den Verlust einiger Band-Mitglieder. Wir alle wussten, in manchen Fällen Monate, Jahre im Voraus, dass sie unheilbar krank waren. Aber wenn es dann tatsächlich passiert…“
Im Lauf der Band-Geschichte hatten Rose Tattoo einige Verluste zu beklagen. Um nur einige zu nennen: 2006 starb Gründungsgitarrist Peter Wells an Prostatakrebs. 2009 erlag Rhythmusgitarrist Mick Cocks dem Leberkrebs, und zuletzt traf es Chris Turner (ebenfalls Rhythmusgitarrist), der nach schweren gesundheitlichen Problemen im Oktober 2025 verstarb. Auch privat musste Angry Anderson einiges wegstecken. 2018 starb sein jüngster Sohn Liam nach einem gewaltsamen Überfall.
Beinahe scheint es so, als ob der Sänger Angst davor hat, allein zu sein. „Am Morgen des ersten Tages 2027 werde ich aufwachen, und die Band wird verschwunden sein“, meint Anderson. Richtig klar geworden sei es ihm vergangenes Silvester: „Ich hatte ein paar Drinks intus, machte mir gerade etwas zu essen und hörte mir ein paar der neuen Songs an. Und dann überkam es mich wie ein Nebel.“ Der letzte Auftritt soll ebenfalls zum Jahreswechsel stattfinden, „denn so hat die Band auch angefangen.“ Zudem erinnern ihn die neuen Songs sehr an die alten, wodurch sich die Wehmut steigert.
„Rock’n’Roll Outlaws – One Last Ride“-Tour 2026
- 24.07. Leipzig, Parkbühne
- 25.07. Pyras, Classic Rock Night
- 26.07. Osnabrück, Hyde Park
- 29.07. Wacken, Wacken Open Air
- 04.08. Bochum, Zeche
- 05.08. Frankfurt, Batschkapp
- 06.08. CH-Pratteln, Z7 Summer Nights
- 11.08. Kaiserslautern, Kammgarn
- 12.08. München, Backstage Werk
- 14.08. AT-Graz, PPC
- 18.08. Berlin, Astra
- 19.08. Braunschweig, Westand
- 20.08. Hamburg, Markthalle
- 21.08. Busdorf, Baltic Open Air
—
Bestens informiert über dieses und alle weiteren wichtigen Themen im Metal bleibt ihr außerdem mit unserem Newsletter. Einmal pro Woche flattert euch übersichtlich sortiert ein Update ins Postfach. Einfach anmelden, damit euch auch sicher nichts entgeht.
